Nach 2013 präsentierte die Arbeitsgruppe „Erwartungen russischer Unternehmen an den deutschen Markt“ im Deutsch-Russischen Forum e.V. zum zweiten Mal eine Umfrage zur Zufriedenheit russischer Unternehmen auf dem deutschen Markt.

Das Fazit fällt dabei durchaus positiv aus: Trotz der vorherrschenden Krise seien Unternehmergeist und Handlungswille russischer Firmen ungebrochen. Insbesondere die Stabilität und Gewinnmargen des deutschen Marktes waren wie schon 2013 entscheidende Faktoren, die russische Unternehmen an Deutschland binden. Auch die gute Infrastruktur wurde gelobt. Gleichzeitig kritisierten russische Unternehmer aber die deutsche Verwaltung. Die Akzeptanz bei Behörden sei deutlich zurückgegangen, die Potenziale für weitere Entwicklung des eigenen Unternehmens limitiert. Während 2013 noch rund 90 Prozent der russischen Unternehmer ihr Geschäft in Deutschland ausbauen wollten, sind es in diesem Jahr nur noch 32 Prozent.


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Und auch die Sanktionen machen russischen Unternehmen zu schaffen. Diese schränkten die Geschäftstätigkeiten russischer Unternehmer zwischen beiden Ländern deutlich ein. Per Fischer, Sprecher der Arbeitsgruppe, äußerte sich am Rande der Präsentation zu seiner Sicht der Lage: „Der Optimismus russischer Unternehmen ist beständig, auch wenn politische Signale aus Deutschland heraus nicht zufriedenstellend sind.“

Die Ergebnisse der Umfrage können auf der Website des Deutsch-Russischen Forums e.V. abgerufen werden.