Dossier: Russische Dörfer und ihre Einwohner

19. November 2016 Julia Shevelkina
Was ist besser: das Leben in einer Großstadt oder das auf dem Land? Schon in der Sowjetunion entschieden sich immer mehr Menschen für den Komfort und die zahlreichen Möglichkeiten, die ein Leben in der Stadt bietet. Die Dörfer leerten sich, verfielen und die Menschen verarmten. Doch es gibt genug Freiwillige, die die Volkskultur retten.

Russische Dörfer: Auf den Spuren der Idylle

Foto: Anastasia TsajderFoto: Anastasia Tsajder
Das russische Dorf ist eine Welt für sich, mit einem eigenen Lebensstil und einer typischen Architektur. Dorftraditionen haben sich über Jahrhunderte herausgebildet. RBTH hat versucht herauszufinden, wie das russische Dorf heute aussieht und wo man den ländlichen Geist noch spürt.

Provinz-Epos auf der Leinwand: Russland in Bildern von Konstantin Juon

Bild: Konstantin YuonBild: Konstantin Yuon
Der russische Maler Konstantin Juon wurde am 24. Oktober 1875 geboren. Seine Meisterwerke zeigen die einzigartige Schönheit und den Charme des provinziellen Russlands. Wetterkontraste, das Leben in Dörfern und Gemeinden, die Architektur von Kirchen und Klöstern: Wir zeigen Ihnen eine Auswahl seiner Arbeiten.

„Das singende Dorf“: Mit Volksliedern gegen die Trinksucht

Foto: Vicktor Drachev / TASSFoto: Vicktor Drachev / TASS
Mit dem Leben in russischen Dörfern verbindet man nicht umsonst auch die Vorliebe für den Alkohol. Eine originelle Behandlungsmethode gegen die Trinksucht erfand die Allrussische Chor-Gesellschaft und schickte ihre Sänger in die abgelegenen Gebiete. Hoffentlich finden sie nach ihrer Ankunft die traditionelle Freizeitbeschäftigung auf dem Dorf nicht interessanter als ihre Kunst.

Wjatskoje: Eine Reise in das schönste Dorf Russlands

Foto: Lori/Legion-MediaFoto: Lori/Legion-Media
Einst ähnelte Wjatskoje allen anderen Dörfern Russlands: verfallen und arm. Heute ist "die Gurkenhauptstadt Russlands" das schönste und gemütlichste Örtchen der russischen Provinz. Zu verdanken ist dies einem Geschäftsmann, der vor zehn Jahren mit seiner Familie dorthin zog. Es ist dennoch nicht das einzige bezaubernde Dorf des Landes.

Urwüchsiges Russland: Die verfallenen Dörfer

Foto: Alexej Kharin Foto: Alexej Kharin
Es gibt aber auch Dörfer in Russland, die weniger Glück hatten und kurz vor dem Verschwinden stehen. Ein Fotograf bildete sie zehn Jahre lang ab, damit nicht nur Touristen, sondern auch die eigenen Landsleute aufmerksam werden.

Holzbaukunst im tiefsten Wald: Das Palais von Kostroma

Foto: Pawel InschelewskijFoto: Pawel Inschelewskij
Die Oblast Kostroma liegt rund 500 Kilometer nordöstlich der russischen Hauptstadt. Dort versteckt sich zwischen verlassenen Dörfern ein märchenhafter Holzpalast – auf Russisch: Terem. Der renommierte Architekt Iwan Ropet entwarf ihn im 19. Jahrhundert. Wir haben den Palast mit eigenen Augen gesehen und mit einer Drohne gefilmt.

Die bezaubernde Farbenpracht baschkirischer Dörfer

Foto: Alina BelyaevaFoto: Alina Belyaeva
Statt ihr Leben gegen eine komfortablere Wohnung in der Stadt zu tauschen, machen sich einige Bauern das Leben auf dem Land selber schön. Sie gehen die farbliche Gestaltung ihrer Häuser ganz unbefangen an und scheuen auch vor den unvorstellbarsten Farbtönen nicht zurück.

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