Der Besitzer des Fußballclubs Anschi aus Machatschkala Suleiman Kerimow hat eine Änderung des Strategiekonzepts der Mannschaft angekündigt. Seinen Angaben zufolge werde Anschi sich in Zukunft nicht auf den Einkauf teurer Weltstars wie Eto'o, Schirkow und Diara, sondern stattdessen auf die Förderung des eigenen Nachwuchses konzentrieren.

Einige Berichte melden, dass Kerimow den Stars von Anschi bereits erklärt habe, sie bekämen zwar ihre vertraglich zugesicherten Gehälter ausgezahlt, würden jedoch auf die Transferliste gesetzt. Das Budget des Teams werde auf 38 bis 53 Millionen Euro gekürzt, schrieb der Vorsitzende von Anschi Konstantin Remtschukow in seinem Twitter-Profil. Im Jahr 2012 betrug das Budget der Mannschaft aus

Machatschkala 135 Millionen Euro. Das ist der zweithöchste Wert einer Mannschaft in der russischen Premier Liga hinter Zenit Sankt Petersburg (210 Millionen Euro).

Einige Fußballexperten gehen davon aus, dass dieser Schritt unter anderem durch die finanziellen Schwierigkeiten des Bergbauunternehmens Uralkali begründet sei, dessen Eigentümer Kerimow ist. Auf dem Markt für Mineraldünger tobt zurzeit ein heftiger Krieg, der den Börsenkurs von Uralkali zum Absturz gebracht hat. Die Aktien des größten Mineraldüngerherstellers Russlands sind um 15 Prozent gefallen. Der Verkauf der Aktien auf der Moskauer Börse wurde ausgesetzt.

Die internationale Ratingagentur Standard & Poor's führt aktuell eine Überprüfung des langfristigen Kreditratings von Uralkali durch – und das mit einer negativen Prognose, wie die Pressestelle der Ratingagentur berichtet. Diese Maßnahme wurde nach der Ankündigung von Uralkali, keine Exporttätigkeiten mehr über die Weißrussische Kali-Gesellschaft (BKK) abzuwickeln, eingeleitet.

 

Lesen Sie mehr: Jugendarbeit statt Millionentransfers: Anschi Machatschkala wechselt Kurs