Der Panzerkreuzer „Aurora“ empfängt wieder Besucher

4. August 2016 Jekaterina Trifonowa
Nach zwei Jahren Restaurierung steht das Museumsschiff, der legendäre Panzerkreuzer „Aurora“, Besuchern wieder offen. Diese können sich über neue Ausstellungsräume freuen.
Aurora opens for public
Die Ausstellungsräume im Museumsschiff wurden erweitert. Quelle:Sergei Konkov / TASS

Der berühmte Panzerkreuzer „Aurora“ gilt als Symbol der Oktoberrevolution 1917: Einer Legende nach gab sie mit einem Schreckschuss das Signal für den Sturm auf die Eremitage. Nach zwei Jahren Restaurierung ist die „Aurora“ seit dem gestrigen Mittwoch wieder für Besucher geöffnet, sie lockt mit einer neuen, interaktiven Ausstellung.

 

Der Panzerkreuzer ist nicht nur ein Museum, sie gilt als das Schiff „Nummer eins“ der russischen Marineflotte. „Früher galt die ‚Aurora‘ vor allem als Zeitzeuge der Oktoberrevolution 1917, heute aber wird sie als ein echter Veteran der Kriegsmarineflotte gewürdigt“, sagt der Pressesprecher des Zentralen Kriegsmarinemuseums zu Sankt Petersburg. So habe die „Aurora“ die Seeschlacht bei Tsushima – „den Höhepunkt des Russisch-Japanischen Kriegs 1904/1905“ –, zwei Revolutionen und zwei Weltkriege mitgemacht, erklärt der Sprecher.   

 

Die Ausstellung in dem am Ufer der Newa ankernden Schiff wurde von sechs auf neun Räume erweitert. Ab jetzt können Besucher nicht nur die Kommandostelle, die Maschinenkammer oder den Heizungsraum besuchen, sondern auch den medizinischen Block, in dem erstmals in der Geschichte der russischen Marine Röntgenstrahlen eingesetzt wurden.    

 

Das Highlight der Ausstellung bilden interaktive Installationen, die über Ausstattung und Funktionsweise der „Aurora“ aufklären, über die Kommandanten und die 570 Mann starke Besatzung des Schiffes informieren sowie allgemein über die Geschichte der Marine und die „Aurora“ als das Ausbildungsschiff der Nachimow-Marineschule erzählen. 

 

Фото опубликовано @nastyaosipova

 

Der Panzerkreuzer „Aurora“ ist seit 1903 im Einsatz der russischen Marine. Sie wurde im Russisch-Japanischen Krieg, im Bürgerkrieg 1918 bis 1922 und in den beiden Weltkriegen eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Kreuzer das Ausbildungsschiff der Nachimow-Marineschule und seit 1956 befindet er sich im Besitz des Zentralen Kriegsmarinemuseums zu Sankt Petersburg. Seit 1992 trägt das Schiff wieder die Flagge mit Andreaskreuz.

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