LinguaLink: Russisch lernen bei Oma zuhause

26. August 2016 Igor Rosin
Das Mehrgenerationen-Projekt für Studierende startet im September.
Moscow pensioners
Das Mehrgenerationen-Projekt für Studierende startet im September. Quelle:Panthermedia / Vostock-photo

Beim gemeinnützigen Projekt LinguaLink of Generations werden Moskauer Senioren ausländischen Studierenden beim Russischlernen unter die Arme greifen.

Das Konzept: Russische Rentner kommen via Skype mit Studierenden anderer Länder zusammen, die Russisch lernen wollen. So können diese ihre sprachlichen Skills verbessern und erfahren mehr über Russlands Geschichte und Kommunikationskultur aus erster Hand.

„Unsere Senioren blicken auf ein langes und erfülltes Leben zurück. Sie können davon erzählen, ihre Erfahrungen teilen – kurzum die Kommunikationslücke schließen“, sagt die Projektgründerin Swetlana Pawschinzewa. „Und die Studenten trainieren nicht nur, sondern lernen unsere Kultur, Geschichte und auch Denkweise kennen.“

Auf der Webseite des Projekts erfahren Interessenten mehr über die Idee hinter dem Vorhaben und können sich zur Teilnahme anmelden. Die Projekt-Mitarbeiter vermitteln die Kontakte zwischen den Senioren und Studierenden – und helfen den Älteren mit den Skype-Einstellungen, damit die Unterhaltung reibungslos funktioniert.

„15 Studierende aus Großbritannien, Frankreich, den USA, China und Thailand haben sich über unsere Homepage bereits angemeldet. Bis Jahresende wollen wir wachsen, mehr Leute in das Projekt integrieren: Wir hoffen auf 30 solcher Sprachtandems“, sagt Pawschinzewa.

Das Projekt sei gemeinnützig, die Projektbeteiligten arbeiten unentgeltlich, betont die Gründerin.

Die Koordinatorin des gemeinnützigen Vereins „Die ältere Generation“, Tratjana Prussowa, ist sich sicher, dass sich viele interessierte Senioren für LinguaLink finden werden: „Für viele Menschen ist das Rentenalter nicht das Ende des Lebens. Ich bin selber Rentnerin, habe meine Hobbies aber nicht aufgegeben. Vielleicht interessieren sich die Senioren auch für die Sprachen anderer Länder. Dann können beide Gesprächspartner ihre Fremdsprachen verbessern“, resümiert die Wohltätigkeitsorganisatorin.

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