Die Stadt Moskau und das Ministerium für Bauwesen und kommunale Wohnungswirtschaft der Russischen Föderation präsentieren sich auf der diesjährigen Expo Real mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm. Unter anderem finden auf dem Gemeinschaftsstand in Halle B1 Plenartagungen und Runde Tische statt, bei denen die Teilnehmer unterschiedliche Fragen der Stadtentwicklung erörtern.

Vordergründiges Ziel der russischen Aussteller ist es, ausländische Investoren für die zahlreichen Infastrukturprojekte in Moskau und anderen russischen Regionen zu gewinnen. So sind allein in Moskau in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen in die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs, den Bau von neuen Metrolinien, Eisenbahnverbindungen und Straßen geplant. Zudem wird im Zusammenhang mit der Fußball-WM 2018 verstärkt in den Bau und die Modernisierung von Stadien und Hotels investiert.

Der stellvertretende Leiter des Departments für außenwirtschaftliche und internationale Beziehungen der Stadt Moskau, Igor Tkatsch, betonte im Rahmen der offiziellen Standeröffnung, dass für die Realisierung dieser Projekte auch Beteiligungen ausländischer Partner erwünscht seien: „Moskau will die Teilnahme an der Expo Real nutzen, um über Projekte zu informieren, die in Moskau im Bereich der Städtebaupolitik und im Immobiliensektor realisiert werden.“

Deutsche Investoren zeigten sich wiederum trotz der angespannten politischen Lage offen für den Investitionsstandort Russland. So betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München, Klaus Dittrich, die Notwendigkeit intensiver Kontakte zwischen Russland und Deutschland. „Die Beteiligung Moskaus an der Expo Real hat mittlerweile eine lange Tradition. Daran möchten wir auch in politisch etwas schwierigen Zeiten unbedingt festhalten.“