Neuer Dokumentarfilm zeigt Russland aus der Dashcam-Perspektive

21. November 2016 Igor Rosin
Dashcams, also an Windschutzscheiben installierte Kameras, erfreuen sich in Russland großer Beliebtheit. Regisseur Dmitri Kalaschnikow hat aus so entstandenen Aufnahmen nun einen Dokumentarfilm gemacht, der das Leben auf Russlands Straßen zeigt.
road movie
Das gesamte Werk besteht aus Mitschnitten russischer Autofahrer. Quelle:Pressebild

Der russische Regisseur und Drehbuchautor Dmitri Kalaschnikow präsentiert mit „Doroga“ (Road movie) einen neuen Dokumentarfilm, der ausschließlich aus Aufnahmen von Dashcams, also an Windschutzscheiben installierten Kameras, besteht. Es handelt sich um eine völlig neue Form der Schnittbearbeitung.

„Der Film bietet sowohl viel Humor als auch Tragik. Die Dashcam beeinflusst die Ereignisse in keinster Weise und bietet deshalb optimale Voraussetzungen für einen Dokumentarfilm. Der Film zeigt das Leben in Russland und die Lebenseinstellung. Es ist ein sehr russischer Film", erzählt der Regisseur in der russischen Ausgabe von „The Hollywood Reporter“.

 Der Trailer des Films ist auf Youtube zu finden. Quelle: Youtube

Die Beliebtheit von Dashcams nach dem Einschlag eines Meteoriten im Jahr 2013 in Tscheljabinsk, 1 800 Kilometer östlich von Moskau, habe den Regisseur inspiriert. Diese Aufnahmen sind ebenfalls im Film enthalten, so wie Hunderte von anderen Videos, die in Russland entstanden.

Der Film wird im Dezember beim Dokumentarfilmfestival „Artdokfest“ in Moskau, Sankt Petersburg und Jekaterinburg vorgestellt.

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