Zwölf. Russische Schriftsteller im Jahr 1917

27. März 2017 Marina Turshatova
Die Wanderausstellung des Moskauer Staatlichen Literaturmuseums „Zwölf. Russische Schriftsteller im Jahr 1917“ wurde letzte Woche im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur RHWK in Berlin eröffnet. Sie ist dem 100. Jahrestag der Februar- und Oktoberrevolution in Russland gewidmet.

Unbekannter Künstler. "Vor der Kantine". 1922-1923. Lithographie Pressebild

Unbekannter Künstler. "Vor der Kantine". 1922-1923. Lithographie

Dobuzhinski M.W. Handlung von Rober und Marton. Skizze zum Stück von A.M. Remizow „Höllische Handlung“ Papier, Tempera Pressebild

Dobuzhinski M.W. Handlung von Rober und Marton. Skizze zum Stück von A.M. Remizow „Höllische Handlung“ Papier, Tempera

Jakerson D.A. „Alle zum Kampf. Das Vaterland ist in Gefahr“. 20er Jahre des 20.Jh Papier, Aquarell, Tusche, Stift Pressebild

Jakerson D.A. „Alle zum Kampf. Das Vaterland ist in Gefahr“. 20er Jahre des 20.Jh Papier, Aquarell, Tusche, Stift

 
1/3
 

Die Ausstellung wird zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Sie präsentiert über 150 Exponate aus den Beständen des Moskauer Staatlichen Literaturmuseums. Zu sehen sind vor allem Grafiken, Plakate, Schriften und sonstige Dokumente aus dem Leben und den Werken der zwölf bedeutendsten sowjetisch-russischen Literaten jener Zeit. „Zwölf“-  so heißt ein berühmtes Gedicht von Alexander Blok aus dem Jahr 1918. Anhand der komplizierten Schicksale der zwölf russisch-sowjetischen Schriftsteller wird diese schwierige und umstrittene geschichtliche Epoche nachvollzogen.  

„Muss man mit seinem ganzen Herzen der Musik der Revolution lauschen, oder bedeutet Revolution Gesetzlosigkeit, Gewalt und Chaos?“, so schrieb Alexander Blok in seinem Tagebuch. Die Frage ist durch die Literatur allein schwer zu beantworten. Die Ausstellung will möglichst objektiv und unvoreingenommen verschiedene Wahrnehmungsfacetten der Revolution beleuchten.

Eröffnet wurde die Ausstellung durch den Botschafter Russlands in Deutschland Wladimir M. Grinin. Der Botschafter erklärte, dass es jetzt ein guter Zeitpunkt sei, die Ereignisse des Jahres 1917 näher zu analysieren. Bislang sei dies sowohl im In- als auch im Ausland ganz unterschiedlich geschehen. Einige Ereignisse seien noch gar nicht untersucht worden, andere höchstens teilweise oder eher politisch motiviert. Die Ausstellung trage auch dazu bei, so der Diplomat, Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Die Ausstellung ist bis zum 2.Mai geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten:

Montags geschlossen

Dienstag-Freitag, 14-19 Uhr

Freitag-Sonntag, 12-18 Uhr

Alle Rechte vorbehalten
+
Folgen Sie uns auf Facebook