Fureddo

Anastasia Strugalewa ist die russische Designerin des deutschen Labels Furredo. Auf der Mercedes-Benz Fashion Week Russia wird sie sich zum ersten Mal in Russland präsentieren. Die 26-Jährige hat sich intensiv mit der japanischen Kleidungskultur auseinandergesetzt. Das spiegelt ihre aktuelle Kollektion wider. Die Matrjoschka, eines der bekanntesten russischen Symbole, trifft dabei auf ihren japanischen Prototypen Futuruma. Strugalewa setzt bei ihrer Mode auf Prints mit Pandas und Smileys im Emoji-Stil. Ihre Entwürfe erinnern an den japanischen Streetstyle mit seinen gewagten Kombinationen, ironischen Interpretationen und einem wahren Farbrausch.

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„Die Japaner sind für mich wie Außerirdische auf der Erde, die den Ton in Mode und Technologien angeben. So stelle ich mir meine Kleider vor – wie eine Nachricht von einem anderen Planeten, auf dem das Leben intensiver und farbenfroher ist“, sagt Strugalewa.     

OutLaw Moscow

Der Orientalist Maxim Baschkaew und die Politikwissenschaftlerin und Übersetzerin für Chinesisch Diljara Minrachmanowa gründeten ihr Label OutLaw Moscow im Jahr 2014.  Die Designer entwerfen Kleidung aus luxuriösen Stoffen, die in Russland produziert werden. Sie wollen erschwingliche Mode anbieten.

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Ihre Kleider sind gedacht für moderne Outlaws, Nonkonformisten, Kämpfer für einen freien Geist. Für Menschen, die wie die Vorbilder der Designer sind: Vorkämpfer der russischen Kultur wie der Dekabrist Murawjew-Apostol oder die Dichterin Marina Zwetajewa. Die Entwürfe des Duos zeichnen sich durch einen komplexen Schnitt und den Mix aus Applikationen, Stickereien, durch originelle Farben und die gewählten Stoffe aus.       

KETIone

Keti Topuria, eine bekannte russische Sängerin und unter anderem bei der Popband A'Studio aktiv, hat vor einem Jahr ihr eigenes Label KETIone gegründet. Ihr kometenhafter Aufstieg als Sängerin in der Modebranche ist von Kritikern mit Skepsis betrachtet worden. Doch ihre diesjährige Kollektion ist absolut stimmig und konsequent. Topuria ist eine echte Fashionista, was sich auch in ihren Bühnenoutfits zeigt. KETIone stellt zahlreiche Variationen dieser Kleider dar.

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Das Label ist mehr im Luxus-Segment angesiedelt. Die Designerin lässt sich gleichzeitig von Sinnlichkeit und Minimalismus inspirieren: einfache Schnitte, kaum Deko und klare, aber kontrastive Farbkombinationen machen ihre Entwürfe aus.

ESVE

Die Fashionshow von ESVE ist das geheimnisvollste Event der Fashion Week in Moskau. Wer sich hinter dem Kürzel ESVE verbirgt, weiß niemand so genau. Die Designer meiden den Kontakt zu den Medien, sie wollen ihre Entwürfe für sich sprechen lassen und nur danach bewertet werden. Die Ansprüche an die Präsentation sind entsprechend hoch. Die Mode von ESVE ist von historischen Personen und Epochen inspiriert, etwa von russischen Migranten, die in Paris Modehäuser gründeten oder vom Jazz, dem Jugendstil und den Frauen aus den Romanen von Fitzgerald.

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Retro sei ihr Stil jedoch nicht, betont ESVE, sondern vielmehr eine Balance zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Wenige Bilder auf Instagram zeigen Entwürfe aus leichten und durchsichtigen Stoffen: Spitze, Organza und Seide. Kontrastreich ist die Mode: Provozierend kurze Röcke oder Hüfthosen werden kombiniert mit romantischen Kleidern und Mänteln im Oversize-Stil.        

IVKA

Anastasia Gassi hat ihr Label erst in diesem Jahr gegründet und hat auf der Fashion Week in Moskau bereits eine Herbst- und Winter-Kollektion gezeigt. Nun folgt das Frühjahr- und Sommer-Debüt. Anastasia ist Absolventin des Saint Martins College of Art & Design in London. Zu Beginn ihrer Kariere war sie eine expressionistische Künstlerin. Durch Reisen und Rockmusik inspiriert, begann sie später ihre Ideen als Kreativdirektor einer Modemarke zu verwirklichen.

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IVKA präsentiert einen Mix aus Rock’n’Roll, Kunst, Mode, intellektuellen Schick und Avantgarde. Nach der ersten Show verglich man sie mit Rick Owens und nannte sie die Janis Joplin der Mode. Ihr Label ist gekennzeichnet durch Minimalismus, komplexe Schnitte, paradoxe Farb- und Fakturkombinationen, ungewöhnliche Größen und Androgynität.

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