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Die Romanovs auf Bilderbögen: Das Leben der Zaren für Jedermann

Unterhalten, informieren, proklamieren – dazu diente im zaristischen Russland der Lubok. Dieser Volksbilderbogen war das Massenmedium des Zarenreichs.
Von Daria Donina
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Courtesy of State Historical Museum

Ob mit Mythen, Satire oder Alltagstipps – im Verlauf seiner 200-jährigen Geschichte informierte, amüsierte und belehrte dieses „Massenmedium“ viele Generationen einfacher Russen. / Russlands Herz; 1877
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Auch beim gebildeten Publikum kam der Lubok gut an. Herrscherportraits und Ausschnitte aus dem Leben der Zarenfamilie waren besonders beliebt. / Zar Nikolai I in Moskau; 1830
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Der Lubok sollte nicht nur unterhalten, sondern auch informieren – als Zeitungsersatz für die Analphabeten im Russischen Reich. / Peter der Große auf dem Ladogasee; 1833
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Courtesy of State Historical Museum

Mit dem Aufkommen der Lithografie in den 1840ern wurde die Lubok-Herstellung günstig. Und die Erfindung des Farbdrucks in den 1860ern machte den Bilderbogen massentauglich. / Unvergesslicher Tag: Die Befreiung der Leibeigenen am 19. Februar 1861; 1865
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Courtesy of State Historical Museum

Der Monarch als Staatsgarant – das war das beliebteste Motiv der Bilderbögen. Der Zar wurde oft bei Truppeninspektionen oder im Schlachtfeld dargestellt. Selbst jene Herrscher, die mit ihren Truppen nie ins Feld zogen, wurden „militarisiert“. Die Militäruniform war der Standard-Dresscode für jeden Zaren, der was auf sich hielt. / Hoch lebe Russland; 1831
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Courtesy of State Historical Museum

Am häufigsten wurde das Leben(-sende) der letzten drei russischen Zaren dargestellt – Alexander II. und III. sowie Nikolai II. / Das Ableben von Alexander I. in Taganrog am 19. November 1825; 1830
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Courtesy of State Historical Museum

Dem Privatleben russischer Zaren und speziellen Anlässen galt besondere Aufmerksamkeit: Krönungsfeiern, Kindergeburtstagen, Staatsbesuchen, Empfängen und feierlichen Auftritten der Zaren mit ihren zahlreichen Erben. / Peter der Große empfängt Katharina vom Fürsten Menschikow; 1833
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Bis heute geben die Bilderbögen Einblicke in das damalige Hofleben und spiegeln die Einflüsse der zeitgenössischen Kunst wider. / Zar Alexander II. mit Gattin bei einem Ausflug im Petersburger Umland; 1865
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Häufig wurden die Zaren im Jugendstil abgebildet. / Zar Nikolai I. verkündet den Völkern den Anbruch des Friedens; 1899
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Krönungszeremonien waren ein Muss für die Lubok-Zeichner. Solche Bilderbögen vermitteln die Kernprinzipien und den Glanz der Zeremonien. / Peter der Große krönt Katharina I.; 1833
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Die offiziellen Portraits des Zaren und ihrer Gemahlinnen waren beim Volk sehr beliebt. Die meisten Portraits fokussierten sich auf den traditionellen Lebenswandel und betonten die Kontinuität der Familien- und Staatswerte. / Nikolai I. mit Familie besucht eine Industrieausstellung in Moskau im November 1831; 1832
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Courtesy of State Historical Museum

Lubok war häufig die einzige Informationsquelle über das Leben der Zaren. Die Bilderbögen brachten auch untere Gesellschaftsschichten der Herrscherfamilie ein Stück näher. / Die Legende, wie ein Soldat Peter dem Großen das Leben rettete; 1914
18. Dezember 2016
Tags: romanows

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