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Ein Leben für Gold: Goldgräber in Sibirien

Sie müssen von Mai bis Oktober durchackern, bis zu elf Stunden am Tag. Die Ironie dabei: Je mehr sie arbeiten, desto größer der Raubbau und geringer die Ausbeute. Die Arbeit der Goldschürfer ist ein echter Höllenjob.
Von Anastassija Karagodina
Price of gold
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Alexey Nikolaev

„Ynyktschan“ heißt die Goldgräbersiedlung in der russischen Teilrepublik Sacha. 1940 wurde sie gegründet, 2008 kam der Abrissbagger: Die Einwohner wurden umgesiedelt, unter ihren Häusern sucht man heute nach Gold.
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Ein Kubikmeter Erde enthält bis zu 80 Gramm Gold. Für eine „wilde“ Lagerstätte ist das eine ganze Menge.
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In dieser Erde sind auch größere Goldstücke zu finden: Münzen, Knöpfe, Schlüssel und nicht zuletzt Zahnkronen, die die einstigen Einwohner hier verloren. Das alles wird keineswegs verschmäht, sondern als Goldfund gezählt. Um gutes Geld zu verdienen, müssen die Goldsucher in einer Saison schließlich 100 Kilogramm Gold finden, mindestens.
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Die Ausbeute wird von Jahr zu Jahr immer geringer, die Ressourcen gehen langsam zu neige. Das Jahr 2000 war bislang das ertragreichste. Die ersten Goldschürfer kamen in den 1920ern hierhin – aus China und Korea. Sie erschlossen die schwierigsten Lagerstätten, wie Ynyktschan eine ist.
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Erst schieben Bulldozer Erdbrocken auf einer eigens abgesperrten Plattform zusammen. Dann wird mit Wasserwerfen der Ton aus den Brocken gespült. Darin sind die Goldpartikel enthalten.
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Der Ton-Wasser-Gemisch fließt durch einen Gitterboden und gelangt in eine Rinne. Alles Weitere ist Handarbeit.
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Die Arbeiter rühren das Gold nicht an: Alles, was von der Rinne an mit dem Edelmetall passiert, ist die Aufgabe von Frauen, die extra unter Wachschutz herkommen, um die Ausbeute zu zählen. Bei den Arbeitern heißt es: „Finger weg vom Gold, dann schläfst du besser.“
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Wegen des Klimas wird das Gold an nur fünf Monaten im Jahr geschürft – von Mai bis Oktober. Ein Tag ist in zwei Schichten je elf Stunden geteilt.
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Das industriell gewonnene Gold wird von Zinn, Silber, Kupfer sowie Quecksilber gereinigt und zu Barren gegossen. Im nächsten Schritt wird darauf die Masse und die Probe markiert.
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Erst dann wird es an die Kunden ausgeliefert: Banken, Juweliere oder das russische Schatzamt.
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Russlands größte Goldvorkommen liegen im Osten, weit hinter dem Ural – jenem Gebirge, das die Grenze zwischen Europa und Asien markiert.
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In Russland ist ausschließlich die industrielle Goldförderung erlaubt. Der Staat vergibt Konzession an Großkonzerne.
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Das russische Parlament diskutiert immer wieder darüber, auch kleineren Privatunternehmern die Förderung zu erlauben. Vorerst aber bleibt alles, wie es ist.
12. Februar 2017
Tags: sibirien, gold, berufe

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