Russlands Behindertensportler: Ausschluss von Winterspielen 2018 droht

29. August 2016 Igor Rosin
Werden die Athleten für die nächsten Winterspiele disqualifiziert?
 Olesya Vladykina
Die zweifache Paralympic-Siegerin im Schwimmen Olesja Wladykina ist eine der wenigen russischen Behindertensportler, die noch auf die individuelle Starterlaubnis für Rio hoffen darf. Quelle:Reuters

Der Komplettausschluss russischer Paralympioniken von den Wettkämpfen in Rio de Janeiro könnte die Teilnahme der Behindertensportler an den paralympischen Winterspielen 2018 verhindern.

Die Vize-Präsidentin des Russischen Paralympischen Komitees, Rima Batalowa, sagte dem Nachrichtenportal R-Sport: „Man hat uns vom Internationalen Paralympischen Komitee ausgeschlossen, weswegen wir an den Wettkämpfen im nächsten Jahr nicht teilnehmen und uns für die Winterspiele 2018 nicht qualifizieren können“, so die 13-fache paralympische Weltmeisterin.

Die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der Mitgliedschaft im internationalen Verband seien dem russischen Komitee bislang nicht mitgeteilt worden. Deshalb seien die russischen Athleten im Unklaren, welche Schritte sie unternehmen sollten, so die Vize-Vorsitzende des russischen Sportkomitees.

Das Internationale Olympische Komitee IOC hat russische Athleten auf Grundlage des McLaren-Reports über mutmaßliches Staatsdoping in Russland von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen. Der russische Sportverband klagte gegen den Beschluss beim Internationalen Sportgerichtshof CAS. Dieser bestätigte jedoch das Urteil des IOC. Beschlüsse über Starterlaubnisse für einzelne russische Behindertensportler wurden für heute, den 29. September, angekündigt. Sollten einige Athleten zugelassen werden, treten sie in Rio wohl unter weißer Flagge auf.

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