Tschernobyl

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Als Juri Wischnewski die Bilder aus Fukushima im Fernsehen sieht, werden in ihm Erinnerungen wach. „In Fukushima wurden die überhitzten Reaktoren per Hubschrauber manuell gekühlt“, sagt der Kernkraftexperte, der bis 2003 die russische Behörde für Atomsicherheit leitete. „Genauso hilflos und verzweifelt haben wir damals Sandsäcke auf den Reaktorblock 4 abgeworfen.“

Am 26. April 1986 erlebte die Welt den Super-GAU von Tschernobyl. 25 Jahre später verfolgen Menschen auf der ganzen Welt mit Angst die immer neuen Meldungen aus dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima. Wieder ist guter Rat teuer.

Blinder Technikglaube, so Wischnewski, sei im Umgang mit der Kernenergie die größte Gefahr. Viele, besonders in Deutschland, fordern deshalb die völlige Abkehr von dieser Art der Energiegewinnung. Russland dagegen will bis 2020 im ganzen Land 32 neue Reaktorblöcke bauen. Welche Konsequenzen wurden in den 25 Jahren gezogen? Russland HEUTE spricht mit russischen Experten, Umweltaktivisten, Tschernobyl-Zeitzeugen.

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