Kalinigrader versuchte, halbe Tonne Käse aus Polen nach Russland zu schmuggeln

Das sanktionierte Produkt war in Plastiktüten und mit Etiketten auf Russisch im Innenraum eines Renault Trafic untergebracht.

Das sanktionierte Produkt war in Plastiktüten und mit Etiketten auf Russisch im Innenraum eines Renault Trafic untergebracht.

Sergej Bjortow / Interpress / TASS
Er wurde von Grenzbeamten festgenommen.

Ein Einwohner des Kaliningrader Gebiets wurde beim Versuch, 460 Kilogramm Käse nach Russland einzuführen, an der Grenze zu Polen festgenommen. Davon berichtet die Nachrichtenagentur Kaliningrad.ru.

Nach deren Angaben wurde der Mann an der Kontrollstelle "Bagrationowsk" festgehalten. Das sanktionierte Produkt war in Plastiktüten und mit Etiketten auf Russisch im Innenraum eines Renault Trafic untergebracht: auf dem Boden und den Beifahrersitzen. Es wird hervorgehoben, dass die Ware nicht deklariert war, es fehlten die erforderliche Erlaubnis und ein veterinäres Zertifikat. 

Dem Geständnis des angehaltenen Autofahrers zufolge, fuhr er den Käse zu kommerziellen Zwecken. "Über die Regeln wusste er Bescheid, doch missachtete sie, in der Hoffnung, dass die Zollbeamten den Autoinnenraum nicht kontrollieren würden", merkte man in der Pressestelle des Zolls der Region an. 

Die halbe Tonne Käse gaben die Grenzbeamten nach Polen zurück, was den Zuwiderhandelnden angeht, so wurden zwei administrative Prozesse angeregt - den Paragraphen "Nicht deklarierte Ware" und "Missachtung von Verboten und Einschränkungen" nach.

Am 9. Juli diesen Jahres wurde die Festnahme eines Bewohners Sankt-Petersburgs bekannt, der versuchte, an der finnisch-russischen Grenze Ware aus der Sanktionsliste zu überführen. Finnische Würstchen, Kaviar und Käse versteckte er im Kofferraum, in der Motorhaube und im Ersatzrad. 

Das Lebensmittelembargo gegen europäische Länder, sowie die USA, Australien, Kanada und Norwegen, führte Russland am 6. August 2014 ein - der Präsident Wladimir Putin unterschrieb den Erlass "Über den Einsatz gesonderter wirtschaftlicher Maßnahmen zum Zweck der Gewährleistung der Sicherheit der Russischen Föderation". Unter anderem fielen Fleisch- und Milchprodukte, Fisch, Gemüse, Obst und Nüsse unter das Verbot. Am 20. August wurde die Liste durch lebendigen Fisch ergänzt, und aus ihr ausgeschlossen wurden Laich vom Lachs und der Forelle, laktosefreie Milch und Milchprodukte und die Saatkartoffel. 

Die Einführung des Lebensmittelembargos wurde zu einer Antwort auf die Sanktionen der westlichen Länder gegen Moskau, die im Frühling 2014 eingeführt worden waren. 

 

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Lenta.ru

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