Vertrag mit dem Ballettchef des Bolschoi-Theaters wird nicht verlängert

Wjatscheslaw Prokofjew / TASS
Sergej Filin bleibt bis zum 17. März 2016 auf seinem Posten.

Der Vertrag mit dem Intendanten des Bolschoi-Theaters Sergej Filin läuft am 17. März 2016 aus, verlängern wird er sich nicht. Dies gab der Generaldirektor des Bolschoi-Theaters Wladimir Urin bekannt.
 
"Nach dem Gesetz könnte ich das zwei Monate vor dem Ablauf der Arbeitsvertragsfrist bekanntmachen, aber, indem ich die Wichtigkeit des Ereignisses, ethische Normen und die Achtung zu Sergej berücksichtigte, entschied ich, ihn frühzeitig davon in Kenntnis zu setzen, damit er bereit ist und Zeit hat, sich seine nächsten Schritte zu überlegen", sagte Urin.
 
Seinen Worten zufolge, besteht das Verdienst von Filin auch in einem nicht geringem Maß darin, dass die Ballette im Bolschoi-Theater solch weltweit bekannte Choreographen wie Roland Petit, Pierre Lacotte, John Neumeier, Jean-Christophe Maillot aufgeführt haben. "Die Nichtverlängerung des Vertrags mit Filin ist auch mit Dingen des inneren Lebens des Theaters verbunden", sagte Urin.
 
Filin wurde im März 2011 als Künstlerischer Leiter der Ballettgruppe des Bolschoi-Theaters eingesetzt. Im Januar 2013 wurde ein Anschlag auf ihn verübt: man spritzte ihm Säure ins Gesicht. Der Ballettmeister erlitt Verbrennungen im Gesicht und an den Augen. Filin ertrug einige dutzend Operationen in Deutschland und stellt bis heute sein Augenlicht wiederher.

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