Rätsel des „Schwarzen Quadrats“ von Malewitsch gelöst

Petr Kovalev/TASS
Forscher der Moskauer Tretjakow-Galerie haben das Geheimnis des berühmten Bildes „Schwarzes Quadrat“ gelöst: Unter der Oberfläche befinden sich gleich zwei Bilder. Diese Erkenntnis gaben sie nun bekannt.

Hinter dem „Schwarzen Quadrat“ des Malers Kasimir Malewitsch verstecken sich gleich zwei farbliche Abbildungen. Dies sei vor rund einem Monat von Mitarbeitern der Moskauer Tretjakow-Galerie festgestellt worden.

„Es war bekannt, dass sich unter dem „Schwarzen Quadrat“ ein weiteres Bild befindet. Wir haben nachgewiesen, dass es nicht ein, sondern zwei Bilder sind“, erzählte Elena Woronina, eine Mitarbeiterin der wissenschaftlichen Abteilung der Staatlichen Tretjakow-Galerie. „Des Weiteren haben wir bewiesen, dass das ursprüngliche Bild eine kubofuturistische Komposition ist, während sich unter dem „Schwarzen Quadrat“ eine proto-suprematische Komposition befindet, die am Krakelee zu erkennen ist.“

Röntgenbestrahlung mache die Konturen eines weiteren Bildes deutlich sichtbar. Bei einer Untersuchung mit einem Mikroskop sei auch eine weitere Farbschicht durch das Krakelee, also die Risse des „Schwarzen Quadrats“, gut erkennbar, sagen Irina Rustamowa und Irina Wakar. Die beiden sind Mitarbeiterinnen der Staatlichen Tretjakow-Galerie und waren an den Untersuchungen beteiligt waren. Sie haben die Aufschrift auf dem „Schwarzen Quadrat“ entziffert, die von Malewitsch stammen soll. Nur noch drei Buchstaben fehlen. Die Forscher glauben, dass die Aufschrift „Ein Kampf von Afrikanern in einer dunklen Höhle“ laute. Somit stelle das Bild von Malewitsch quasi einen Teil des Ferngesprächs zwischen Malewitsch und dem französischen Dichter und Exzentriker Alphonse Allais dar. Von ihm stammt das Bild „Ein Kampf der Afrikaner in einer dunklen Höhle spät in der Nacht“.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei tvkultura.ru

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