Das Meer und die Fahrt Marseille-Barcelona

Kathedrale St. Peter in Montpellier

Kathedrale St. Peter in Montpellier

Hat man geschlagene 4500 Kilometer in Zügen zurückgelegt scheint es nur ganz natürlich zu sein, dass man von Wasser wie magisch angezogen wird. Gestern abend saßen wir im Panoramarestaurant des Sofitel Vieux Port und aßen sehr gut, während unter uns die Lichter von Marseille leuchteten. Seit etlichen Jahren tun die Marseilleiser (ich nenne sie mit purer Absicht so) erfolgreich etwas gegen die einstmals ausufernde Kriminalität und für die Verschönerung des Stadtbildes, und man muss sagen, sie sind gründlich: Selbst die Baukräne sind hier nachts blau illuminiert. Passend dazu ist auch das Hotel ein Traum, es verfügt über Frauenspeisekarten ohne Preise, eine Lobby, die eher eine Lounge ist, viel freundliches Personal und zum Frühstück steht der Honig in der Wabe auf dem Buffettisch. Einer der Restaurantkellner ist zwar Franzose, aber im Schwarzwald aufgewachsen und erzählt mir, dass es für ihn auf der Welt nur zwei lebenswerte Orte gebe: Marseille oder eben den Schwarzwald. Während ich noch über diesen denkwürdigen Gegensatz nachdenke fällt mir etwas Sensationelles auf: Beppe frühstückt! Und nicht nur das: Er isst Müsli. Wie eine solche Reise einen Menschen verändern kann!

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