Wieder in Gang: Russischer Automarkt

AwtoWAS ist der größte Hersteller von PKWs in Russland und Osteuropa. Foto: ITAR-TASS

AwtoWAS ist der größte Hersteller von PKWs in Russland und Osteuropa. Foto: ITAR-TASS

Im ersten Halbjahr 2011 sind in Russland 56 Prozent mehr Neuwagen verkauft worden als im gleichen Vorjahreszeitraum. 1,23 Mio. Russen legten sich einen neuen fahrbaren Untersatz zu.

Im Juni konnten die russischen Autohändler 246.000 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge absetzen, so der europäische Business-Assoziation AEB. Selbst wenn die Verkaufszahlen jetzt im zweiten Halbjahr konstant bleiben sollten, käme der Jahresabsatz damit in etwa auf das Niveau des bisher besten Jahres auf dem russischen Automobilmarkt – das war 2008.

Marktführer ist mit 291.500 verkauften Fahrzeugen nach wie vor die einheimische Marke Lada. Allerdings legte der Awtowaz-Konzern nur ein Absatz-Wachstum von 31 Prozent vor – er bleibt damit also deutlich hinter der Marktentwicklung zurück und verliert entsprechend Marktanteile.

Auf den weiteren Rängen folgen Chevrolet (81.500), Renault (74.300), Hyundai (73.800). Kia (72900), Nissan (59.400), Toyota (57.600), Ford (53.600), Volkswagen (45.500) und Uz-Daewoo (45.100). Nissan und VW konnten dabei Zuwächse von über 100 Prozent verbuchen.

Die Hitparade der meist verkauften Automodelle führt ebenfalls die Unternehmensallianz aus Awtowas und Renault/Nissan an: Am populärsten sind die Lada-Modelle Kalina, 2104/05/07, Priora und Samara vor dem Renault Logan. Im Juni wurde der in Moskau gefertigte Logan jedoch als populärste „Inomarka" vom Petersburger Hyundai Solaris abgelöst.

Die Statistik zeigt zudem, dass importierte Autos auf dem Massenmarkt nur noch eine Nebenrolle spielen: Unter den 18 meistverkauften Automodellen Russlands sind – mit Ausnahme der aus Usbekistan angelieferten Daewoo-Modelle Nexia und Matiz – nur Baureihen, die in russischen Werken hergestellt werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Russland-Aktuell.

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