Putin und Zentralbank beruhigen nervösen Finanzmarkt

Seit drei Tagen steigen die Wechselkurse rasant. Foto: Reuters/Vostock-photo

Seit drei Tagen steigen die Wechselkurse rasant. Foto: Reuters/Vostock-photo

Die russische Zentralbank und das Finanzministerium seien bereit, dem russischen Markt mit zusätzlicher Liquidität auszustatten, sofern dies nötige werde, so Premierminister Wladimir Putin. Die Zentralbank bezeichnete die ungewisse Situation an den russischen Börsen sogar als „Stabil und vorhersehbar“.

Laut Putin würden die Zentralbank und das Finanzministerium die Märkte beobachten und in Kürze auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren, erklärte Putin. Die Behördenstünden bereit, dem in eine neue Krise rutschenden Finanzmarkt auf verschiedenen Wegen bei Bedarf zusätzliche Liquidität zu verschaffen. Ein Fachmann der Zentralbank für Marktstabilisierung erklärte ebenfalls, bei einer Verschärfung der Situation sei das Institut bereit, „unter Extrembedingungen zu handeln".

Im Prinzip sei die Situation an den russischen Aktien- und Valutamärkten jedoch „stabil und vorhersehbar". Der russische Börsenmarkt folge lediglich der globalen Konjunktur.

Im Laufe des heutigen Tages war der russische RTS-Index vorübergehend um drastische 9 Prozent eingebrochen, der MICEX-Index um 7 Prozent. Nachdem die Wall Street heute jedoch mit Nachrichten von einer allgemeinen Kurserholung startete, pendelten sich beide russischen Handelsplattformen wieder bei Werten wie zu Tagesbeginn ein.

Die offiziellen Zentralbank-Kurse von Dollar und Euro für morgen spiegeln aber noch das schwindende Vertrauen in den russischen Finanzmarkt wieder: Die beiden (Noch-)Weltwährungen legten erneut um 90 bzw. 95 Kopeken zu.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Russland-Aktuell.

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