Wiederkehr nach mehr als 30 Jahren

Fotogene Namensmonumente stehen vor fast jeder Großstadt der Ex-Sowjetunion. Foto: Privat

Fotogene Namensmonumente stehen vor fast jeder Großstadt der Ex-Sowjetunion. Foto: Privat

St. Petersburg hieß noch Leningrad und Riga war eine Stadt in der Sowjetunion, als Ende der 70er Jahre ein Nennonkel ein unvergessliches Konfirmationsgeschenk machte: Eine Reise nach Leningrad und Riga. Der Familienfreund, ein Pfarrer mit dem Namenskürzel OH, reiste gern und weit und schrieb darüber viel in seine Fotoalben. Nicht zuletzt diese Konfirmationsreise und die Erinnerungen an die zwei Städte waren Anlass für die Motorradtour nach Nordosten. Der Nennonkel ist leider schon vor langer Zeit gestorben, die Erinnerungen an die gemeinsame Reise sind aber noch wach. Jurmala, Ostseestadt nahe Riga und beliebtes Ausflugsziel der lettischen Hauptstädter, wurde damals besucht und war heute Etappenziel auf der Reise von Ventspils nach Riga.

Das Ausflugslokal, das damals via Tragflächenboot angesteuert wurde, war nicht zu finden. Aber Jurmala ist weiter oder vielleicht sogar mehr noch als damals mondäner Ausflugsort an der Küste mit tollen Villen (vielen aus Holz) und einem wundervollen breiten Sandstrand. Relikte aus der Sowjetzeit gibt es auch noch, Ferienhotelruinen von damals stehen zwischen schicken neuen Hotels und mit vielen Kameras überwachten Anwesen.

Nun ist Riga erreicht und die Stadt soll nach einem ausgiebigen Bummel heute Nachmittag morgen einen ganzen Tag lang ausführlich besichtigt werden – auf der Suche nach den Bildern, die das fotografische Gedächtnis bei der Konfirmationsreise vor rund 30 Jahren gespeichert hat. Das Motorrad parkt unterdessen open air und bewacht gleich um die Ecke vom Hotel für fünf Lat am Tag (das sind etwa sieben Euro).

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