Wareniki, ein unumstrittener Genuss

Lecker Wareniki mit Kartoffelfüllung. Foto: sights set

Lecker Wareniki mit Kartoffelfüllung. Foto: sights set

Die Ursprünge des „Borschtsch“ sind ein so explosives Thema, dass es im Internet ganze Foren gibt, in denen darüber diskutiert wird, ob die berühmte rote Suppe aus Russland oder der Ukraine stammt. Wie dem auch sei: Wareniki sind kleine Teigtaschen mit den verschiedensten Füllungen − von Obst bis hin zu Leber; und sie scheinen zu den wenigen Speisen zu gehören, die jeder Kontroverse trotzen.

Seit Menschengedenken gibt es zwischen Russland und der Ukraine eine kulinarische Diskussion, die bis heute anhält. Beispielsweise ist die „Hähnchenbrust nach Kiewer Art“ eigentlich kein ukrainisches Gericht ist, wie man denken könnte, sondern eine französische Kreation, die russische Köche im 17. Jahrhundert übernommen und verändert haben.

Wenn Sie einen Ukrainer nach den Ursprüngen der Wareniki fragen, wird dieser Sie wahrscheinlich seltsam ansehen und mit einem „Ja Klar!“ antworten. Fragen Sie einen Russen, und er wird zähneknirschend zugeben, dass selbst seine lästigen slawischen Cousins gelegentlich eine gute Idee haben können. Die Tatsache, dass dieses Gericht eigentlich aus der Türkei kommt und dort Djuschwara genannt wurde, scheint niemanden zu stören − am wenigsten die Türken selbst.

Es gibt zahlreiche Varianten, die auch als Fertiggericht erhältlich sind, doch idealerweise werden Wareniki zu Hause frisch zubereitet. Hier finden Sie zwei einfache Rezepte, die beide in Kombination mit Schmand ganz hervorragend schmecken.

Zutaten für den Teig

- 3 Tassen Mehl

- 1 Tasse kaltes Wasser

- 2 Eier

- 1 Teelöffel Salz

Kirschfüllung

- 1 kg Kirschen, frisch oder gefroren

- 1 Tasse Zucker

- 2−3 Esslöffel Mehl

Kartoffelfüllung

- 5 Kartoffeln

- 1 Zwiebel

- 1 Esslöffel Butter

- 2 Esslöffel Sonnenblumenöl

- 100 Gramm getrocknete Pilze

- Dill nach Geschmack

- Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung 

 

Alle Zutaten in einer großen Schüssel verrühren und kneten, bis der Teig eine mittlere Dichte erreicht.

Den Teig zu einer 1 bis 1½ Millimeter dicken Platte ausrollen.

Die Teigplatte in 5 x 5 cm große Quadrate schneiden.

Auf jedem Quadrat einen Teelöffel Füllung platzieren.

Zu Dreiecken zusammenklappen und die Ränder fest zudrücken.

In einen Topf mit kochendem Wasser legen.

Häufig umrühren und die Wareniki herausnehmen, wenn sie an der Wasseroberfläche auftauchen.

Kirschfüllung: Kirschen waschen und die Steine entfernen. Kirschen in eine Schüssel füllen, mit dem Zucker verrühren und 3 bis 4 Stunden ziehen lassen. Überschüssigen Saft, der sich in der Schüssel abgesetzt hat, abgießen. Jeweils einen Teelöffel Kirschen auf die Teigquadrate setzen, wie oben beschrieben.

Kartoffelfüllung: Kartoffeln kochen und stampfen. Zwiebeln fein hacken, und kurz zusammen mit den getrockneten Pilzen anbraten, bis die Zwiebeln goldbraun sind. Zusammen mit Butter, Dill, Salz und Pfeffer unter die Kartoffeln rühren. Jeweils einen Teelöffel Kartoffelfüllung auf die Teigquadrate setzen, wie oben beschrieben.

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