Anschlag auf Putin vereitelt

Die Verdächtigen. Foto: 1tv.ru

Die Verdächtigen. Foto: 1tv.ru

Die Geheimdienste der Ukraine und Russlands haben die Pläne von Terroristen, die ein Attentat auf den russischen Premier Wladimir Putin vorbereitet haben, zum Scheitern gebracht.

Die Geheimdienste der Ukraine und Russlands haben die Pläne von Terroristen, die ein Attentat auf den russischen Premier Wladimir Putin vorbereitet haben, zum Scheitern gebracht, berichtet das Erste russische Fernsehen am Montag.

In der ukrainischen Stadt Odessa wurden Kriminelle gefasst, nach denen international gefahndet worden war. Aus ihren Aussagen kam heraus, dass sie vorhatten, gleich nach den Präsidentschaftswahlen ein Attentat in Moskau zu verüben, so der TV-Sender.

Die Ermittlung geht weiter. Der TV-Kanal verspricht nähere Informationen in den Abendnachrichten.

Anfang Februar hatten ukrainische Medien über eine Sonderoperation in Odessa berichtet, bei denen zwei mutmaßliche Terroristen gefasst wurden.

Bereits Anfang Januar hatte die Hauptverwaltung des Innern für das Gebiet Odessa ein Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit einer Explosion und einem Brand in einem Wohnhaus in Odessa eingeleitet, bei dem ein 26-jähriger Bürger Russlands ums Leben kam und ein 28-jähriger Bürger Kasachstans ernsthaft verletzt wurde. Zu der Explosion sei es bei der Herstellung eines Sprengsatzes gekommen, hieß es. „Bereits am 6. Januar hatte der ukrainische staatliche Sicherheitsdienst ein Telegramm an Kollegen im russischen Sicherheitsdienst FSB gesendet“, berichtete das Fernsehen. „Laut Aussagen von Ilja Pjansin, der die Explosion überlebt hat, waren sie zusammen mit Ruslan Madajew, der bei dem Vorfall getötet wurde, mit klaren Anweisungen von Vertretern des (Extremistenführers) Doku Umarow über die Türkei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gekommen.“

Im Fernsehen wurden Ausschnitte eines Verhörs von Pjansin gezeigt. Laut seinen Aussagen sollten sie zunächst in Odessa Sprengsätze basteln lernen. Anschließend sollten sie in Moskau Anschläge auf Wirtschaftsobjekte verüben. „Danach sollte ein Anschlag auf Putin folgen“, sagte Pjansin.

„Ein dritter Teilnehmer der Bande wurde von ukrainischen Sicherheitsdiensten gefasst“, hieß es im TV-Beitrag. „Adam Osmajew, nach dem drei Jahre lang international gefahndet worden war, kooperiert willig mit der Ermittlung in der Hoffnung, eine Auslieferung an Russland vermeiden zu können.“

„Das Endziel war, nach Moskau zu fahren und zu versuchen, einen Anschlag auf Premier Putin zu verüben“, sagt Osmajew in dem von Fernsehen gezeigten Ausschnitt aus seinem Verhör. „Der Tote war zu einem Selbstmordattentat bereit.“

Die Attentatspläne seien in einem beschlagnahmten Notebook entdeckt worden, hieß es. Unter anderem habe dazu ein Video von einer vorbeifahrenden Wagenkolonne gehört, „damit man eine Vorstellung hat, in welchem Auto die geschützte Person fährt, wie viele Autos die Begleitkolonne zählt – alles wurde unter unterschiedlichen Perspektiven gezeigt und von mehreren Straßen aufgenommen“, hieß es im Begleitkommentar.

Spätestens sollte der Anschlag unmittelbar nach den Präsidentenwahlen in Russland verübt werden.

Laut ukrainischen Medien sei zusammen mit dem aus dem Nordkaukasus stammenden Adam Osmajew auch sein Vater Aslanbek Osmajew festgenommen worden. Nach beiden fahndet der FSB seit einem vereitelten Terroranschlag am 9. Mai 2007 in Moskau.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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