Zurück in den Kreml

Foto: Alexej Nikolskij_Ria Novosti

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Nach der Auswertung von 99,99 Prozent der Wahlprotokolle kommt Premier Wladimir Putin bei den Präsidentenwahlen am heutigen Sonntag auf 63,60 Prozent der Wählerstimmen. Wie die Zentrale Wahlkommission mitteilt, lautet die Bilanz wie folgt: Gennadi Sjuganow 17,18 Prozent, Wladimir Schirinowski 6,22 Prozent, Michail Prochorow 7,98 Prozent, Sergej Mironow 3,86 Prozent.

Für die Präsidentenwahlen sind in Russland landesweit 94 332 Wahllokale eingerichtet worden. Die Beteiligung an den Wahlen des russischen Präsidenten - 65,3 Prozent. Das teilte Stanislaw Wawilow, Vizevorsitzender der Zentralen Wahlkommission (ZIK), im Informationszentrum der Wahlbehörde mit. Wie er betonte, ist damit die Wahlbeteiligung etwas höher als bei den Staatsduma-Wahlen am 4. Dezember: Damals lag sie bei 60,2 % Prozent. 

Hohe Wahlbeteiligung russischer Bürger war in Deutschland. „Die Wahlbeteiligung doppelt so hoch wie am 4. Dezember“,  stellt der russische Gesandte in der russischen Botschaft in Berlin, Oleg Krasnizki, fest, der als Vorsitzender der Wahlkommission in der Bundeshauptstadt agiert. Bei den Staatsduma-Wahlen hatten 8 815 russische Bürger in allen in der Bundesrepublik eingerichteten Wahllokalen ihre Stimme abgegeben. 

Als Favorit des Wahlrennens gilt Wladimir Putin, der bereits zum dritten Mal kandidiert. Im Jahr 2000 gewann er die Präsidentenwahlen mit 50,94 Prozent der Wählerstimmen. 2004 wurde er mit 71,3 Prozent wiedergewählt.

KP-Chef Gennadi Sjuganow geht zum vierten Mal an den Start. Bei den drei bisherigen Versuchen ging er stets als Zweiter durchs Ziel: Mit 32,03 Prozent 1996, mit 31,21 Prozent 2000 und mit 17,7 Prozent 2008.

Ebenfalls zum vierten Mal kandidiert Schirinowski. Bei den Präsidentenwahlen 1996 erhielt er 5,7 Prozent der Stimmen, 2000 nur 2,7 Prozent und 2008 knapp über neun Prozent. Mironow war 2004 Präsidentschaftskandidat von der Partei des Lebens und erhielt dabei 0,75 Prozent der Wählerstimmen. Prochorow kandidiert zum ersten Mal. Ihm werden recht gute Chancen vor allem in den Großstädten wie Moskau und St. Petersburg eingeräumt.

Ein Novum bei den Wahlen: Auf Anweisung von Premier Putin wurden in den meisten Wahllokalen Webkameras installiert, über die das Geschehen in den Wahllokalen ins Internet live übertragen werden soll. Diese Maßnahme ist als zusätzlicher Schutz vor Wahlmanipulationen gedacht.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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