Zusammen sind wir stark

Zusammen sind wir stark - Leader der BRICS-Staaten. Foto: AP

Zusammen sind wir stark - Leader der BRICS-Staaten. Foto: AP

Die Wertpapierbörsen der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) starten eine umfassende Kooperation – zunächst beginnt ab 30. März das Cross-Listing für Derivate auf ihre eigenen Aktienindizes, teilt die vereinigte Börse MICEX-RTS mit.

Am 12. Oktober 2011 verkündete die WFE, die internationale Interessenvertretung der Börsen, die  Gründung einer Allianz der Wertpapierbörsen der sich entwickelnden Märkte der BRICS-Staaten. Zur Allianz gehören die brasilianische Wertpapierbörse BM&F Bovespa, die russische Börse MICEX-RTS, Mumbais Wertpapierbörse BSE Limited (Indien), die Vereinigung der Börsen und Clearingorganisationen HKEx (Hongkong) und  die Wertpapierbörse Johannesburgs JSE Limited (Südafrika).

In der ersten Arbeitsetappe der Allianz werden die Börsen das Cross-Listing von Derivaten  auf ihre Aktienindizes realisieren – Länderbenchmarks, um einer Großzahl von Investoren die Möglichkeit zu geben, in die sich dynamisch entwickelnden Volkswirtschaften dieser Länder mit ihrem wachsenden ökonomischen Potential einzusteigen.

Der Vorstandsvorsitzende der russischen Börse MICEX-RTS Ruben Aganbegjan bemerkte, dass das Cross-Listing es gestatten werde, die Basis der Investoren auf den sich entwickelnden Märkten zu erweitern:  „Dieses Projekt verleiht den Märkten die Möglichkeit des Wachstums und der Entwicklung, da es den Investoren vor Ort gestattet, ihre Portfolios zu diversifizieren und mithilfe von Produkten, die das einheimische Listing durchlaufen haben, in die sich entwickelnden Märkte einzusteigen. Das Cross-Listing von Derivaten garantiert eine steigende Liquidität der Märkte der BRICS-Staaten und stärkt wesentlich die internationale Position der Allianz der sich entwickelnden BRICS-Staaten in der Weltwirtschaft“.

Die Börsen starten das  Cross-Listing für Terminverträge auf Börsenindizes des russischen MICEX, des brasilianischen IBOVESPA, des indischen Sensex, des Hang Seng in Hongkong, der Hang Seng China Enterprises sowie Terminverträge auf Börsenindizes des südafrikanischen FTSE/JSE Top40. Diese werden auf dem Parkett der Allianz-Mitgliedsländer in einheimischer Valuta und zu den Handelszeiten der entsprechenden Börsen gehandelt werden Der JSE plant zudem, Optionen auf Index-Future der anderen vier Mitgliedsländer der Börsen-Allianz aufzulegen.

„Unter Berücksichtigung des wachsenden Interesses der Investoren für die sich entwickelnden Märkte der BRICS-Staaten geht die Wertpapierbörse JSE davon aus, dass die Möglichkeit des Handels mit Derivaten in einheimischer Valuta die Linie der gehandelten Finanzinstrumente der Börse stärken wird“, erklärte Nicky Newton-King, die Vorstandsvorsitzende der Johannesburger Wertpapierbörse JSE.

In der zweiten Etappe planen die Mitgliedsbörsen der Allianz eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer Produkte für das Cross-Listing in den Börsen. Die dritte Arbeitsetappe der Allianz könnte eine weitere Entwicklung gemeinsamer Produkte und die Ausarbeitung neuer Dienstleistungen enthalten.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei der Zeitschrift Expert

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