Überlebende nach Flugzeugabsturz in Sibirien

Die Absturzursache ist bisher völlig unbekannt. Foto: RIA Novosti

Die Absturzursache ist bisher völlig unbekannt. Foto: RIA Novosti

Bei einem Flugzeugabsturz in Sibirien haben von 42 Menschen an Bord nur 12 verletzt überlebt. Die Maschine vom französischen Typ ATR-72 war kurz nach dem Start in der Regionalhauptstadt Tjumen abgestürzt.

Die Such- und Rettungsarbeiten an der Absturzstelle eines Flugzeuges bei Tjumen (Sibirien) sind abgeschlossen. Alle Personen, die sich an Bord befunden haben, wurden lebendig oder tot gefunden, teilt die Hauptverwaltung des regionalen Zivilschutzministeriums am Montag mit.

 

Das Flugzeug war von Tjumen nach Surgut unterwegs. An Bord waren 43 Personen - 39 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Um 5:44 Uhr Moskauer Zeit stürzte die Maschine etwa 40 km vom Flughafen Tjumen entfernt ab. Nach präzisierten Angaben des Zivilschutzministeriums kamen bei dem Absturz 31 Menschen ums Leben, weitere zwölf erlitten zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen.

 

Die Passagiermaschine vom französischen Typ ATR-72, ein kleineres Regionalflugzeug mit Turbopropantrieb, gehörte der sibirischen Fluggesellschaft UTair.Das Reiseziel Surgut ist die wichtigste Ölförderstadt Sibiriens. An Bord waren dementsprechend vermutlich vor allem Mitarbeiter von Ölkonzernen, Beamte und deren Angehörige.

 


Absturzstelle. Größere Karte

 

 

Die Absturzursache ist bisher völlig unbekannt. Die Ermittlung prüft vorläufig drei wahrscheinliche Unglücksursachen: einen Pilotenfehler, eine technische Störung oder einen Fehler der Bodendienste. Die beiden Flugschreiber wurden aber schon gefunden.

Die Bergungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Mittlerweile wird bereits mit schwerem Baugerät ein Weg durch die verschneite und vereiste Tundra zur Absturzstelle gebaut.

Dieser Artikel beruht auf Beiträgen von Russland Aktuell und RIA Novosti

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