Zenit St. Petersburg holt fast alle Ehrentitel

Der beste Trainer, der beste und der nützlichste Fußballer, der beste Torwart, der beste Legionär – sie spielen allesamt beim russischen Meister Zenit. Das befand jetzt der Russische Fußballverband RFS.

Best of Zenit bei der Champions League 2011/2012


Trainer des Jahres ist laut Expertenmeinung Zenits Chefcoach Luciano Spalletti. Er konnte seinen Preis nicht entgegennehmen, weil er zurzeit in der Toskana Urlaub macht. Auch Igor Denissow, der „beste Fußballer der russischen Meisterschaft", glänzte durch Abwesenheit.

RFS-Chef Sergej Furssenko hatte dafür auch eine Erklärung parat: immerhin sei der Mittelfeldspieler Vater von vier Kindern. Darüberhinaus bereitet er sich mit der Nationalmannschaft gerade auf die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine vor.

Auch der beste Legionär in der Premierliga spielt in St. Petersburg; es ist der belgische Abwehrspieler Nicolas Lombaerts. Zum „nützlichsten Spieler" wurde Roman Schirokow gekürt, der außer seinen fußballerischen Qualitäten für seine offenherzigen Kommentare im Internet bekannt ist.

Natürlich wurde Zenit auch prompt zur „besten Mannschaft" ernannt, und der „beste Torhüter" heißt logischerweise Wjatscheslaw Malafejew. In der schon früher erstellten traditionellen Liste der „33 besten Spieler" finden sich übrigens neun Zenitler wieder.

Nur zwei Nominierungen gingen nicht an den Meisterverein von der Newa. Mit 28 Toren wurde Seydou Doumbia von ZSKA Moskau bester Torschütze; Alexander Kokorin von Dynamo Moskau gilt als „Entdeckung der Saison".

Bis Mitte Juni hat die Mannschaft Urlaub. Dann startet das erste Trainingslager, dass Spalletti in der Nähe seiner Heimatstadt in der Toskana anberaumt hat. Sieben Spieler werden dort allerdings fehlen, denn sie sind bei der EM im Einsatz.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Russland Aktuell.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland