Marsch der Millionen in Moskau

Am 12. Juni, dem russischen Nationalfeiertag, hat die Opposition zum 2. Marsch der Millionen aufgerufen. Die genehmigte Demonstration und die anschließende Kundgebung fanden ohne die Oppositionsführer statt, aber auch ohne Zwischenfälle – bis auf das Wetter.

Der von der Opposition veranstaltete Marsch der Millionen ist am Dienstag in Moskau weitgehend ruhig verlaufen. Es habe keine Krawalle gegeben, die Polizei sei überaus korrekt gewesen, verlautete am Dienstagabend aus der Gesellschaftskammer Russlands. Dabei wiesen ihre Experten darauf hin, dass die Zahl der Teilnehmer im Vergleich zu früheren Aktionen deutlich niedriger war. Die Opposition sei nicht in der Lage gewesen, die konsolidierende Idee des Protests vorzuschlagen, hieß es.

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Nach polizeilichen Angaben nahmen an dem Marsch rund 18 000 Menschen bei einer beantragten Zahl von 30 000 teil. Es habe keine Festnahmen gegeben, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Die Behörden stellten Journalisten Luftbilder der Kundgebung zur Verfügung, damit man die Zahl der Teilnehmer besser errechnen könnte. Bislang unterschieden sich die Angaben der Behörden und der Organisatoren um dutzende Tausend.

Die Stadtbehörden hätten keine Ansprüche an die Organisatoren des Marsches, sagte Alexej Majorow, Leiter des Departements Regionale Sicherheit bei der Moskauer Stadtverwaltung. Auch die Demonstrationsteilnehmer hätten den Sicherheitskräften nichts vorzuwerfen, fügte er hinzu.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti

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