Russlands Vize-Außenminister: Annans Rücktritt gibt Befürwortern von Gewalt Handlungsfreiheit

Kofi Annan und Ban Ki-moon. Foto: AP

Kofi Annan und Ban Ki-moon. Foto: AP

Kofi Annans Verzicht auf die Verlängerung des Mandats des Syrien-Sondergesandten der Uno und der Arabischen Liga wird laut Russlands Vize-Außenamtschef Gennadi Gatilow den Befürwortern von gewaltsamen Lösungen des syrischen Konflikts Handlungsfreiheit gewähren.

„Annans Entscheidung, sein Mandat des Uno-Sondergesandten für Syrien nicht zu verlängern, wirft zahlreiche Fragen hinsichtlich der zukünftigen Regelung in diesem Land auf“, äußerte Gatilow am Freitag via Twitter.  


„Er ist ein fairer internationaler Unterhändler, aber es gibt diejenigen, die ihn aus dem Spiel entfernen wollen, um Handlungsfreiheit für Gewaltaktionen zu gewähren. Dies ist bereits offensichtlich“, hieß es.

Annans Weigerung, sein am 31. August auslaufendes Mandat zu verlängern, hatte am Donnerstag der Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon bekannt gegeben.

Annan, der von 1997 bis 2006 Uno-Generalsekretär war, hatte die Funktion des Uno-Sondergesandten für Syrien seit Ende Februar ausgeführt. Wie bereits mitgeteilt, verhandelt Ban mit der Arabischen Liga über einen Nachfolger von Annan.

Diese Nachricht erschien zuerst in der Nachrichtenagentur RIA Novosti.


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