Moskauer Buchmesse: Russische Geschichte und die Zukunft des Buches

Vor genau 200 Jahren startete Napoleon seinen Russlandfeldzug, ein Ereignis, das in der Schlacht von Borodino mündete. Ein guter Grund, die 25. Internationale Buchmesse in Moskau unter das Thema „Jahr der russischen Geschichte“ zu stellen. Ein weiterer Schwerpunkt auf der Messe widmet sich dem Medium Buch und der Frage: Bleibt uns das traditionelle Buch auch in Zukunft erhalten?

Napoleon schaffte es 1812 nicht bis nach Moskau, Frankreich als Ehrengast der Buchmesse dagegen schon. Namhafte zeitgenössische französische Autoren wie Guillaume Musso, Charles Dantzig und Jean-Marcel Erre haben so die Gelegenheit, sich und ihre Werke dem russischen Publikum vorzustellen. Die Ereignisse vor 200 Jahren bieten dabei reichlich Gesprächsstoff für Diskussionen unter Autoren, Verlegern und Besuchern.

Neben Ehrengast Frankreich ist Armenien der diesjährige Hauptteilnehmer der Buchmesse und stellt seine reiche Kultur und sein 500jähriges Verlagswesen einem internationalen Publikum vor.

Das Buch – Medium mit Zukunft?

Mehr als 200 000 Bücher werden auf der jetzigen Buchmesse ausgestellt. Über die Zukunft des Buches soll auf Foren mit wichtigen

Vertretern aus dem Verlagswesen und dem Buchhandel diskutiert werden. Ebenfalls ist die Rolle des Buches in der heutigen Welt ein wichtiges Thema auf der Buchmesse: Aktuelle Themen wie Copyright und innovative Formen des Buches in einer multimedialen Welt sollen in verschiedenen Foren diskutiert werden.

Aber nicht nur Diskussionen und Lesungen stehen auf dem Programm der diesjährigen Moskauer Internationalen Buchmesse, auch Festivals und Wettbewerbe sollen Besucher anlocken und für das Medium Buch begeistern.

Die Moskauer Internationale Buchmesse findet seit 1977 statt, auf der diesjährigen 25. Buchmesse sind 45 Länder mit 1500 Teilnehmern vertreten. Die Moskauer Internationale Buchmesse (MIBF) ist die größte internationale Buchmesse Russlands. 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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