MiG-29-Kampfbomber abgestürtz, Pilot ist tot

Das Unglück ereignete sich Donnerstagabend westlich der ostsibirischen Großstadt Tschita. Der Pilot betätigte den Schleudersitz, wurde aber tot aufgefunden.

Laut Angaben von Interfax hatte die Maschine auf ihrem Übungsflug kein Militärgerät an Bord. Der Pilot sei sehr erfahren gewesen. Vor vier Jahren war er in Russland durch die geglückte Landung mit einem brennenden zweisitzigen Trainingsflugzeug bekannt geworden. Dafür hatte er einen Tapferkeitsorden bekommen.


Die spektakuläre Landung hatte sich auf demselben Flugplatz ereignet, in dessen Nähe der gestrige Absturz passierte. Dort waren in der Vergangenheit schon mehrmals Militärmaschinen abgestürzt. Das letzte große Unglück mit einem Kampfbomber (vom Typ Su-27) war Ende Juni bei Petrosawodsk geschehen; beide Piloten kamen ums Leben.

Russlands Streitkräfte besitzen zurzeit 210 MiG-29. MiG und Su gelten, trotz der sich in den letzten Jahren häufenden Unfälle, als die verlässlichsten und sichersten russischen Kampfbomber. Die Maschinen sind in weiteren 25 Ländern im Einsatz.

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