Sberbank plant Börsengang nach EZB-Entscheidung

Sberbank, das größte russische Finanzinstitut Russlands will laut russischen Medienberichten 7,6 Prozent ihrer Aktien an die Börse bringen. Es soll schnell gehen, denn derzeit ist die Lage an den Märkten nach der Entscheidung der EZB, unbegrenzt Staatsanleihe zu kaufen, gut.  Wenn das Aktienpaket nun an die Börse gebracht wird, sinkt der Staatsanteil des Unternehmens auf 50 Prozent plus eine Aktie.

Seit einem Jahr ist der SPO geplant. Immer wieder hat ihn die Führung um Bankpräsident German Gref wegen der schlechten Konjunktur verschoben. Doch nun könnte die Zeit gekommen sein. Auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, Staatsanleihen zu kaufen, reagierten die Märkte erleichtert.

Die Sberbank will davon profitieren und treibt zur Eile. Einem Bericht der Tageszeitung "Kommersant" nach könnten die Auftragsbücher noch in dieser Woche geöffnet werden. Gespräche mit Investoren laufen. Analysten sehen die Bank als lukrativstes Finanzinvestment in Russland.

Ausgehend von der derzeitigen Marktkapitalisierung kann der Börsengang der Sberbank umgerechnet etwa 3,6 Milliarden Euro einbringen. Der Kurs der Bank befindet sich nahe den Höchstständen.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Russland Aktuell.


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