Pussy Riot wurde „bestes Art-Projekt des Jahres“ genannt

Das Auftreten von Pussy Riot vor dem Altar der russischen Hauptkirche hat beim Wettbewerb „Made in Russia“ den ersten Preis gewonnen.

Die Konkurrenten der „aufständischen Frauen" hatten viel zu „brave" Projekte vorgelegt. Dabei waren u. a. eine Fotoserie über Moskau, ein

Landschaftsobjekt-Festival und das „Multimedia Art Museum". Pussy Riot bekam den Preis für das „Punk-Gebet" gegen Putin, für das drei Mitglieder der Gruppe zwei Jahre Lagerhaft bekommen haben. Die Jury aus bekannten russischen Journalisten und Galeristen betonte, sie habe auch „die früheren Verdienste" der Frauenpunkband berücksichtigt. Dazu gehören Aktionen in der Moskauer Metro, auf dem Roten Platz und auf dem Dach eines O-Busses.

Die Verkündung des Siegers in der Nomination „Art-Projekt des Jahres" erfolgte durch die skandalumwobene TV-Moderatorin Ksenia Sobtschak und den Journalisten Leonid Parfjonow. Sobtschak erklärte, es sei „schwer gewesen, diese Entscheidung zu treffen". 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Russland Aktuell.

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