Sberbank geht wieder an die Börse

Am Montag platzierte die russische Zentralbank in nennenswertem Umfang Aktien der größten russischen Geschäftsbank Sberbank an der Börse. Investoren hatten bereits seit langem auf diesen Schritt gewartet, doch die Platzierung der Wertpapiere wurde aufgrund ungünstiger Umstände an den Weltbörsen verschoben. Nun sei das Klima jedoch günstig wie nie zuvor, ist sich der Präsident der Sberbank German Gref sicher.

Stimulierungsprogramm in China, Abkauf von Wertpapieren durch die Europäische Zentralbank und die dritte quantitative Lockerung in den

USA - all dies soll das Interesse europäischer und amerikanischer Investoren an den Sberbank-Wertpapieren steigern. Auch Garegin Tossunjan, Präsident des russischen Bankenvereins, teilt diese Meinung. "Heute sind die Leute darüber besorgt, wo sie ihr Geld anlegen können. Wenn es negative Erwartungen gibt, wollen die Menschen ihr Geld immer in etwas Stabiles investieren", so Tossunjan.

Auch die positive wirtschaftliche Lage in Russland spricht für die Sberbank. German Gref zufolge wird der Rubel in allernächster Zeit bei einem Kurs von 30 bis 31 Rubel pro Dollar stabil bleiben. Zudem ist der Erdölpreis wieder vergleichsweise hoch, was für den russischen Haushalt stets gut ist.

Investoren verfügen über drei Tage, um sich bei der Sberbank zu melden. Sollten die durchschnittlichen Notierungen weiter bei 93,5 Rubel pro Aktie liegen, kann die Zentralbank für ihre Aktien rund 160 Milliarden Rubel beziehungsweise über 5,2 Milliarden US-Dollar erlösen.

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