Kirgisien: Russische Truppen können bis 2032 bleiben

Russland hat mit Kirgistan eine Übereinkunft über eine Verlängerung der Stationierung russischer Truppen im Land getroffen. Damit ist die Existenz der Luftwaffen-Basis in Kant bis 2032 gesichert.

Die Übereinkunft tritt 2017 in Kraft und gilt für 15 Jahre. Außerdem unterzeichnete Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch in der Hauptstadt Bischkek mit seinem kirgisischen Kollegen Almasbek Atamajew auch ein Protokoll über die weitere militärische Zusammenarbeit bis zum Jahre 2017.

Gegenwärtig befinden sich vier russische Militärobjekte in Kirgistan: der Luftwaffenstützpunkt in Kant mit etwa 400 Soldaten, ein Stützpunkt für Unterwassertests in Karakol am Issyk-Kul-See, eine militärische Nachrichtenzentrale in Kara-Balt und ein radioseismisches Labor in Maily-Suu.

Parallel Schuldenerlass für Kirgistan


Die weitere Stationierung seiner Truppen in dem bettelarmen zentralasiatischen GUS-Staat ließ sich Russland allerdings etwas

kosten: Putin sagte die Streichung einer Schuld von 189 Mio. Dollar aus dem Jahr 2005 zu. Für weitere seit 2009 bestehende Schulden über 300 Mio. Dollar wurde eine Abahlung über sechs Jahre vereinbart. Außerdem wurden bei dem Putin-Besuch Vereinbarungen über die Beteiligung der russischen Energiekonzerne RAO EES und RosGidro am Bau und Betrieb zweier Wasserkraftwerke unterzeichnet. In nur 30 Kilometer Entfernung vom russischen Stützpunkt Kant unterhalten die USA auf dem Bischkeker Zivilflughafen Manas einen Stützpunkt für Versorgungsflüge nach Afghanistan.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Russland Aktuell.

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