Moskauer Stadtteil Mitino protestiert gegen Moschee-Bau

Mehrere hundert Menschen haben am Mittwoch mit einer nicht genehmigten Demonstration gegen den geplanten Bau eines islamischen Zentrums im Moskauer Stadtteil Mitino protestiert. Die Aktion war durch Aufrufe im Internet publik gemacht worden.  

Die Menschen versammelten am Veranstaltungsort an der Pjatnizkoje Chaussee. Medienberichte nannten unterschiedliche Zahlen zwischen

200 und 1.500 Teilnehmern. Vorübergehend blockierten einige von ihnen auch den Verkehr. Um 21 Uhr verkündete die angerückte Polizei, dass die Veranstaltung nicht angemeldet und genehmigt sei und forderte die Menschen auf, auseinander zu gehen. Drei Teilnehmer wurden festgenommen. Nach Angaben der Moskauer Behörden wurde das Projekt auf einem Grundstück von einem Drittel Hektar genehmigt. Die maximal zulässige Bauhöhe sei 35 Meter. Gerüchten unter den Protestierenden zufolge soll die Moschee aber eine Höhe von „13 Stockwerken" erreichen.

 Die Gegner des Moscheebaus in Mitino befürchten, dass das Objekt im Falle seiner Verwirklichung „tausende Moslems" anziehen wird, was sich negativ auf die „Verkehrs- und Gesundheitslage" sowie die Sicherheitslage des Viertels auswirken wird.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Russland Aktuell. 

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