Russische Flugzeuge mit Hilfsgütern nach Damaskus abgeflogen

Das russische Zivilschutzministerium (MTschS) hat in der Nacht zum Freitag ein zweites Flugzeug mit 38 Tonnen Hilfsgüter nach Syrien geschickt, teilt das PR-Amt des Ministeriums mit. Die erste MTschS-Maschine mit Hilfsgütern für Syrien war im Land schon am Donnerstag eingetroffen. Es handelt sich unter anderem um Kindernahrung, Fleisch- und Fischkonserven sowie Zelte.

Am Dienstag hatte die EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenregelung, Kristallina Georgijewa, bei ihrem Treffen mit dem russischen Zivilschutzminister

Wladimir Putschkow betont, dass die humanitäre Hilfeleistung außerhalb der Politik stehen müsse. Georgijewa zufolge müssen die EU und Russland im gegebenen Fall „wie Freunde Schulter an Schulter handeln".Der Konflikt in Syrien, dem UNO-Angaben zufolge bisher 17 000 Menschen zum Opfer fielen, dauert seit März 2011 an. Der Westen und eine Reihe von arabischen Staaten fordern einen Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad in der Hoffnung, dass dies der Gewalt Einhalt gebieten wird. Russland und China befürchten hingegen, dass eine äußere Einmischung in Syrien zu einer Eskalation des Konflikts führen würde.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti. 

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