YouTube soll Mohammed-Video auf gerichtliche Benachrichtigung hin sperren

Das Internet-Unternehmen Google, dem das Videoportal YouTube gehört, hat seine Bereitschaft bekräftigt, den Nutzern in Russland den Zugang zum Skandalfilm „Unschuld der Muslime" zu sperren, sobald eine entsprechende Gerichtsmitteilung mit URL-Angabe bei dem Unternehmen eingegangen ist.

Der Google-Pressedienst bestätigte, dass das Unternehmen Google Inc. und dessen Tochter YouTube LLC den Zugang zu dem Film in Russland blockieren werden, sobald eine offizielle Gerichtsmitteilung mit einer Liste der YouTube-Adressen, unter denen das Video veröffentlicht ist, bei dem Unternehmen eingegangen ist.

Ein Moskauer Bezirksgericht hatte am Montag den antiislamischen Film als extremistisch anerkannt. Der in den USA gedrehte Amateurfilm über

den Propheten Mohammed hatte in den moslemisch geprägten Ländern Massenproteste ausgelöst. In Russland hatte die Aufsichtsbehörde für Fernmeldewesen, Informationstechnologien und Massenkommunikation (Roskomnadsor) die einheimischen Mobilfunkanbieter aufgerufen, allen Abnehmern noch vor der diesbezüglichen Gerichtsentscheidung den Zugang zu dem Film zu sperren. Mehrere Provider, darunter in den Nordkaukasus-Republiken Tschetschenien und Dagestan, haben den Zugang zu den Webseiten mit Bildern aus dem antiislamischen Schmäh-Film eingeschränkt.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti. 

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