Orenburg: 4.000 Tonnen Altmunition in die Luft geflogen

Die Bewohner der Großstadt Orenburg südlich des Ural-Gebirges wurden heute morgen durch lautes Donnern aufgeschreckt: Am Horizont wuchs ein gewaltiger Rauchpilz in den klaren Himmel über der Steppe an der Grenze zu Kasachstan.

Auf einem etwa 50 Kilometer entfernten Militärareal, auf dem ausgemusterte Munition gelagert und vernichtet wird, war es zu einer

Reihe unkontrollierter Explosionen gekommen. Wie die Ermittlungsbehörde unter Verweis auf Angaben der Militärführung erklärte, war die gewaltige Menge von 4.000 Tonnen Altmunition in die Luft geflogen, über die Hälfte davon Geschosse für 280-Millimeter-Raketenwerfer. Drei Dörfer in der näheren Umgebung des Munitionslagers mit insgesamt 10.000 Einwohnern wurden evakuiert. Eine Bewohnerin der Siedlung Dongus berichtete, in den Häusern seien Fensterscheiben zersplittert und die Zimmerdecken abgebröckelt. Auf dem Markt seien durch die Druckwelle die Zeltdächer über den Ständen weggefegt worden.

Die Agentur Interfax erfuhr in einem Orenburger Krankenhaus, dass vier Verletzte eingeliefert worden seien. Die regionalen Behörden erklärten hingegen, es habe keine Opfer gegeben. Auch das Militär versicherte, dass alle Soldaten aus dem Areal in Sicherheit gebracht werden konnten.

Es handelt sich um den vierten Unfall auf dem Militärgelände Dongus seit Ende August. Bei den drei vorherigen ungeplanten Explosionen bei der Munitionsvernichtung waren jeweils immer zwei Soldaten leicht verletzt worden.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Russland Aktuell.  

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