Fußballfans gedenken Opfer von Gedränge bei Spiel Spartak-Haarlem vor 30 Jahren

Fußballfans haben am Samstag dutzender Todesopfer eines Massengedränges nach dem Spiel zwischen Spartak Moskau und HFC Haarlem (Niederlande) im Moskauer Luschniki-Stadion vor 30 Jahren gedacht. Augenzeugen der Tragödie, Angehörige der Toten und einfache Fußballfans legten in Luschniki Blumen am Denkmal "Für die Opfer in Stadien der Welt" nieder. Zugegen war auch Sergej Schawlo, der an diesem tragischen Tag 1982 für Spartak gespielt hatte.

Zum Unglück war es in der letzten Minute des Spiels gekommen, als Spartak mit 1:0 führte. Mehrere Fans begaben sich bereits wegen der

eisigen Kälte zum Ausgang, als Sergej Schwezow 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff noch ein Tor für Spartak schoss. Viele Fans wollten umkehren, aber die engen Gänge im Luschniki-Stadion waren zum Bersten voll. Menschen rutschten auf vereisten Treppen aus und wurden von anderen totgetrampelt. Das Geländer brach, viele Besucher fielen aus großer Höhe auf den Betonfußboden. Offiziellen Angaben zufolge kamen dabei 66 Fußballfans ums Leben. Augenzeugen sprachen von etwa 340 Todesopfern.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti. 

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