Lawrow und Brahimi bedauern gescheiterte Waffenruhe in Syrien

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat sein Bedauern darüber geäußert, dass die Waffenruhe-Initiative des Syrien-Beauftragten Lahdar Brahimi von den Konfliktseiten nicht gehört wurde. „Wir haben diese Initiative aktiv unterstützt, dennoch wurde ihr kein Gehör geschenkt", so Lawrow nach seinem Treffen mit Brahimi am Montag in Moskau.

Nun sei es sinnlos, darüber zu streiten, wer die Waffenruhe gebrochen hat, äußerte er. „Unsere Hauptaufgabe in der jetzigen Etappe besteht darin, alle Syrer, die gegeneinander kämpfen, zu zwingen, nicht mehr zu schießen und sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Dazu ist es notwendig, dass alle äußeren Akteure ihren Einfluss auf verschiedene Gruppen in Syrien nutzen, um aufeinander abgestimmte Signale zu senden."

Brahimi äußerte ebenfalls sein Bedauern darüber, dass die Konfliktseiten dem Aufruf zur Waffenruhe nicht gefolgt waren. „Ich möchte das weder

als Waffenruhe noch als Friedenspause bezeichnen, ich habe lediglich die Kämpfenden in Syrien aufgerufen, den Menschen buchstäblich drei Tage Ruhe zu geben", sagte er. „Wie auch Sergej (Lawrow), bedauere ich zutiefst, dass dieser Aufruf nicht gehört wurde." Dennoch werde dies seine Entschlossenheit nicht stoppen, weil „Syrien äußerst wichtig ist und weil das Volk Syriens Unterstützung verdient". „Wir werden alle nur möglichen Bemühungen einsetzen und werden bereit sein, mit allen inneren und äußeren Akteuren zu kooperieren, um der Gewalt ein Ende zu setzen."

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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