Nationalisten marschieren am Sonntag durch Moskau

Am 4. November, dem 2005 zum Feiertag erhobenen „Tag der russischen Volkseinheit“, dürfen Nationalisten in Moskau demonstrieren . Die Stadtverwaltung genehmigte den „Russischen Marsch“ am Moskwa-Ufer.

Die Moskauer Stadtregierung billigte zwei der insgesamt fünf Demo-Anträge aus dem rechten Spektrum anlässlich des historisch wie ideologisch umstrittenen Nationalfeiertags. Der Tag soll an die Befreiung Moskaus von polnisch-litauischen Truppen durch eine russische Freiwilligentruppe erinnern. Dies geschah 1612 –  vor genau 400 Jahren.

Den Nationalisten wurde sowohl ein Zug über das Jakimanka- und Krymskaja-Ufer mit einer Abschlusskundgebung am "Zentralen Haus der Künstler" für 10.000 Teilnehmer wie auch eine Veranstaltung im

Neubauten-Vorort Ljublino mit maximal 20.000 Teilnehmern genehmigt.  Wie die Internetzeitung RBK berichtet, haben sich die rechten Aktivisten für das Moskwa-Ufer entschieden, um aus dem „Reservat" der letzten Jahre ausbrechen und die Aktion im Stadtzentrum durchführen zu können. Die genehmigte Route sei zwar weniger gut für eine derartige Massendemo geeignet, aber man hoffe, in Vorgesprächen mit der Polizei kleine Korrekturen zu erreichen und die Sicherheit der Demo gewährleisten zu können, so Dmitri Demuschkin von der Bewegung „Russkije".

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Russland Aktuell.

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