Politiker Prochorow und Kudrin gründen „Schule“ für Aktivisten der Zivilgesellschaft

Der Großunternehmer, Ex-Präsidentenkandidat und Chef der Partei Bürgerplattform, Michail Prochorow, und Ex-Finanzminister Alexej Kudrin, Chef des Komitees für Bürgerinitiativen (KBI), haben eine „Schule für Führungskräfte der Zivilgesellschaft" ins Leben gerufen, berichtet die Zeitung „Kommersant" am Donnerstag. Ein Probeseminar unter Leitung der bekannten Publizistin Irina Jassina, die auch dem KBI angehört, hat in Woronesch begonnen.

Die Organisatoren des Projekts vergleichen dieses nach Angaben der Zeitung mit der „Schule für öffentliche Politik", die Anfang der Nullerjahre mit Unterstützung von Michail Chodorkowski, Ex-Chef des Ölunternehmens Yukos, betrieben wurde. Das neue Projekt soll eine „unpolitische Plattform" zur Unterstützung von „Zivil- und Sozialprojekten aktiver Menschen" werden.

Laut der Projektkoordinatorin in Woronesch, Anna Garmonowa, ist das Hauptziel die Suche nach aktiven Bürgern und die Unterstützung ihrer

Projekte. Unter anderem sei geplant, führende Fachleute aus verschiedenen Bereichen einzubeziehen. Die Projektgründer wollen außerdem ein auch einen Stipendienfonds stiften, mit dessen Hilfe sie die besten Initiativen der Projektteilnehmer fördern wollen. Als Experten der „Schule" wollen die Gründer unter anderem Ex-Politiker Anatoli Tschubais, Kulturminister Wladimir Medinski und den Chef des Geldinstituts VTB24, Michail Sadornow, bei sich sehen. Bis Ende dieses Jahres wollen die Initiatoren des Projekts ähnliche Seminare in St. Petersburg starten.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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