Demidow-Preisträger bekannt gegeben

In Moskau wurden die Namen der Demidow-Preisträger bekannt. Der russische „Nobelpreis" – so bezeichnet man diese Auszeichnung inoffiziell – wurde drei Akademiemitgliedern – dem Wirtschaftswissenschaftler Jewgenij Primakow, dem Chemiker Ilja Moissejew und dem Physiker Jewgenij Awronin verliehen.

In diesem Jahr wird der Demidow-Preis zum 20. Mal in der Geschichte der Neuzeit Russlands überreicht.  Diese Auszeichnung wurde im 19. Jahrhundert von dem Ural-Industriellen Pawel Demidow gestiftet und im Jahr 1993 wiederbelebt.

Der Demidow-Preis wurde dem Akademiemitglied Jewgenij Primakow für Errungenschaften im Bereich des Staatsaufbaus und einen

hervorragenden Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaftswissenschaften verliehen. Primakow ist ein Orientalist spwie ein ein Fachmann im Bereich der Weltwirtschaft und der internationalen Beziehungen. Er leitete im neuen Russland in den 1990er Jahren das Außenministerium des Staates und war danach Regierungschef. Ein anderer Demidow-Preisträger Ilja Moissejew ist seiner Lieblingswissenschaft – der Chemie – so treu, dass er zu der Zeremonie der Bekanntgabe der Preisträger mit einer Krawatte kam, auf der die Mendelejew-Tabelle abgebildet war. Die Königliche chemische Gesellschaft Großbritanniens erklärte ihn zum Lektor des Jahrhunderts.  Seine wissenschaftlice Interesse liegen vor allem im Bereich des organischen Hauptsynthesis. 

Dem Akademiemitglied Jewgenij Awrorin, der an den Ursprüngen der Entwicklung der ersten sowjetischen thermonuklearen Ladung stand, wurde der Demidow-Preis für hervorragende Errungenschaften im Bereich der thermonuklearen Physik verliehen. Unter der Leitung Awrorins wurde das Programm der friedlichen Nuklearexplosionen realisiert. Heute wird mit Hilfe dieser einzigartigen Technologie die seismische Sondierung durchgeführt.

Die Auszeichnung der Demidow-Preisträger wird traditionell in Jekaterinburg Anfang Februar 2013 stattfinden. Jeder Preisträger wird eine Malachitschatulle mit einer Medaille und einen Geldpreis erhalten.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Stimme Russlands.

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