Konstrukteur des russischen Navi-Systems GLONASS entlassen

Nach dem Unterschlagungsskandal bei GLONASS hat die russische Regierung den Generalkonstrukteur dieses Navigationssystems, Juri Urlitschitsch, entlassen. Urlitschitsch sei auf Beschluss der Rüstungsindustriekommission der Regierung entlassen worden, teilte Lydia Michailowa, Sprecherin von Vizepremier Dmitri Rogosin, am Sonntag mit.

Diese Woche hatten die russischen Behörden bekannt gegeben, dass beim Aufbau des Navigationssystems GLONASS mindestens 6,5

Milliarden Rubel (rund 162 Millionen Euro) unterschlagen worden seien. Das Geld sei auch mit Hilfe von Scheinrechnungen und Tarnfirmen abgezweigt worden, teilte das Innenministerium in Moskau mit. Russland baut seit den 1990er Jahren sein Navigationssystem GLONASS als Pendant des US-amerikanischen GPS auf. Das System dient der Navigation und Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit von bis zu einem Meter im militärischen wie auch im zivilen Bereich.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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