Moskau: Kosaken-Polizei kämpft gegen Falschparker und Schwarzhändler

Die Kosaken-Einheiten haben eine Sondererlaubnis, die Moskauer Straßen zu patrouillieren. Foto: ITAR-TASS.

Die Kosaken-Einheiten haben eine Sondererlaubnis, die Moskauer Straßen zu patrouillieren. Foto: ITAR-TASS.

Im Zentrum von Moskau werden bald die ersten Einheiten einer „Kosaken-Polizei“ patrouillieren. Die geplanten Einsatzorte für die Kosaken-Einheiten liegen zunächst an der Twerskaja Straße – Moskaus Hauptschlagader, die zum Roten Platz führt. Später sollen insgesamt 600 Kosaken der Polizei in allen Moskauer Stadtbezirken unter die Arme greifen.

Wie Gennadi Kolesnikow, Vize-Ataman der Hauptvereinigung der zentralen Kosaken-Gesellschaft Russlands, bekanntgab, sagen die Kosaken gemeinsam mit der Moskauer Verkehrspolizei dem Falschparken den Kampf an und werden Parksünder zur Rede stellen. Ihre wichtigste Aufgabe ist laut dem Vizeleiter des Moskauer Tverskoj-Bezirkes Andrej Kuleschow jedoch die Bekämpfung des illegalen Handels.

„Das Komitee für Kosaken-Angelegenheiten und die Abteilung für regionale Sicherheit haben eine Richtlinie für eine spezialisierten Freiwilligentrupp aus Kosaken ausgearbeitet, der in den Reihen der Moskauer freiwilligen Polizeihelfer gebildet wird. Die Kosaken werden Armbinden und Ausweise tragen, wie alle Polizeihelfer. Sie haben aber die Sondererlaubnis, die Straßen in der traditionellen blauen Uniform mit roten Hosenstreifen zu patrouillieren", heißt es in dem Zeitungsbericht.

Die Kosaken-Einheiten haben dabei nicht das Recht, ohne Anwesenheit eines Vertreters der Polizei jemanden anzuhalten oder Sanktionen anzuwenden. Als einzigen „Lohn" erhalten sie – wie alle Freiwilligenhelfer der Polizei – lediglich Freifahrt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln.

Aktuell zählt die Kosaken-Gesellschaft des Bezirks Moskau rund 9000

Mitglieder. In jedem Bezirk sollen etwa 50 Mann stationiert werden. Das Auswahlverfahren hat bereits begonnen, so die „Iswestija". Auch für die Kosaken gelten die allgemeinen Forderungen für Polizeihelfer – insbesondere sind eine gute physische Form und eine weiße Weste wichtig. Alle Kandidaten müssen mit dem russischen Innenministerium abgestimmt werden. Die Idee einer „Kosaken-Miliz" auf Stadtebene zum Schutz von Recht und Ordnung steht auch im südrussischen Krasnodar zur Diskussion.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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