BASF und Gazprom einigen sich auf Asset-Tausch

Der deutsche Chemiekonzern BASF und der russische Energieriese Gazprom haben einen Tausch von wertgleichen Unternehmensteilen vereinbart. Am Mittwoch unterzeichneten der BASF-Vorstandsvorsitzende Kurt Bock und Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller eine entsprechende Vereinbarung.

Die Vereinbarung sieht die gemeinsame Erschließung von zwei weiteren Blöcken der Achimov-Formation des Urengoi-Erdgas- und -Kondensatfeldes in Westsibirien vor, wie BASF mitteilte. Demnach erhält die BASF-Tochter Wintershall 25 Prozent plus einen Anteil an den Blöcken IV und V der Achimov-Formation des Urengoi-Feldes.

Im Gegenzug überträgt Wintershall das bislang gemeinsam betriebene Erdgashandels- und Speichergeschäft vollständig an Gazprom. Hierzu

zählen die 50 Prozent-Beteiligungen an den Erdgashandelsgesellschaften WINGAS, WIEH und WIEE. Zudem bekommt Gazprom 50 Prozent an der Wintershall Noordzee B.V., die in der Erdöl- und Erdgassuche sowie -förderung in der südlichen Nordsee tätig ist. Die Blöcke IV und V der Achimov-Formation verfügen nach russischen Angaben insgesamt über 274 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 74 Millionen Tonnen Kondensat. Dies entspricht insgesamt 2,4 Milliarden Barrel Öläquivalent. Aus den beiden Blöcken sollen ab 2016 insgesamt mindestens acht Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr gefördert werden. 

Die Transaktion soll 2013 vollzogen werden, wenn die zuständigen Behörden ihre Zustimmung erteilen, hieß es. Durch den Tausch will BASF die Öl- und Gasförderung weiter ausbauen und sich vom Gashandels- und Speichergeschäft trennen.

Gazprom und BAFS sind langjährige Partner. Bereits im Juli 2003 hatten der russische Konzern und die BASF-Tochter Wintershall Holding mit Achimgaz ein Joint Venture ins Leben gerufen, das in Nowy Urengoi in Sibirien, etwa 3 500 Kilometer nordöstlich von Moskau, Erdgas und Kondensat aus dem Urengoi-Feld fördert.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.  

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