Irans Atomprogramm: Russland wirbt in Teheran für Fortsetzung von Sechser-Verhandlungen

Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow hat bei seinen Treffen in Teheran, unter anderem mit dem iranischen Atom-Unterhändler Said Dschalili, die Perspektiven der Wiederaufnahme des Dialogs zwischen dem Iran und der Sechsergruppe der internationalen Vermittler zur Beilegung des Konflikts um das iranische Atomprogramm erörtert.

Laut einer Donnerstag-Mitteilung auf der Webseite des russischen Außenministeriums hatte Rjabkow Konsultationen mit dem Vizesekretär des Obersten Rats für nationale Sicherheit des Iran, Ali Bagheri und dem iranischen Vize-Außenminister Mehdi Achundsadeh, durchgeführt.

„Bei den Gesprächen kam es zu einem eingehenden Meinungsaustausch zur Entwicklung der Lage um das iranische Atomprogramm sowie zur

Fortsetzung des Dialogs der iranischen Vertreter mit der Sechsergruppe der internationalen Vermittler", heißt es in der Mitteilung. „Zur Erörterung kamen auch aktuelle Probleme der regionalen und der internationalen Agenda sowie eine Reihe anderer Fragen von gegenseitigem Interesse." Die Teilnehmer der jüngsten Verhandlungsrunde der Sechsergruppe mit Teheran – der bereits dritten im laufenden Jahr – am 18. und 19. Juni in Moskau hatten die Fortsetzung des Dialogs beschlossen. Der Moskauer Runde waren zwei andere – am 14. April in Istanbul und von 23. Bis 24. Mai in Bagdad – vorausgegangen. All diese Verhandlungen brachten jedoch keinen Durchbruch.

2012 waren die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm nach mehr als einjähriger Pause wiederaufgenommen worden. Laut iranischen Medien hatte Teheran zuvor dem Westen vorgeschlagen, die einseitigen Sanktionen gegen den Iran aufzuheben. Dafür wäre der Iran bereit, die 20-prozentige Urananreicherung in der unterirdischen Nuklearanlage Fordu auszusetzen, hieß es. Der Westen besteht seinerseits auf einer vollständigen Einstellung der Urananreicherung durch den Iran.

Dieser Beitrag ersschien zuerst bei RIA Novosti. 

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