Warenumsatz zwischen Moskau und Bundesländern auf 13 Milliarden Euro gewachsen

Der Warenumsatz zwischen der russischen Hauptstadt Moskau und Bundesländern ist auf 13 Milliarden Euro pro Jahr gewachsen. Das teilte der Oberbürgermeister Moskaus, Sergej Sobjanin, beim Petersburger Dialog mit. Die 12. Sitzung dieses russisch-deutschen zivilgesellschaftlichen Forums wurde am Mittwoch zum ersten Mal in Moskau eröffnet worden.

"Deutschland zählt zu den fünf größten Investoren in die Wirtschaft Moskaus. Der Petersburger Dialog funktioniert seit zwölf Jahren erfolgreich in mehren Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Bildung und Forschung. Für die Zukunft könnte noch eine Kooperationsrichtung vorgeschlagen werden - Dialog großer Städte und Regionen", sagte Sobjanin.

Der Bürgermeister gratulierte dem Ostausschuss der deutschen Wirtschaft zum 60-jährigen Bestehen. "Gerade dieser Ausschuss war es, der maximale Anstrengungen für die Wiederherstellung der Beziehungen zwischen unseren Ländern unternommen hatte", betonte Sobjanin. Er forderte deutsche Geschäftsleute zur Beteiligung an der Wirtschaft Moskaus und wünschte den Teilnehmern des Petersburger Dialogs Erfolg.

Lothar de Maizière, Vorsitzender des deutschen Lenkungsausschusses, kündigte an, dass das zivilgesellschaftliche Forum auch kritische Fragen

ansprechen wird wie verschärfte russische Gesetze gegen Gegner von Präsident Wladimir Putin oder den Streit um Visafreiheit. Zuletzt hatte ein Beschluss des Bundestags mit Kritik an Putin die Beziehungen zwischen beiden Ländern nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) belastet. Ziel der Diskussionen in acht Arbeitsgruppen sei, konkrete Ergebnisse für die Bürger beider Länder zu erreichen, sagte der frühere DDR-Ministerpräsident De Maizière. Zum Abschluss der dreitägigen Tagung ist am Freitag ein Treffen mit Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kreml geplant.

Der Petersburger Dialog war 2001 von Putin und dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Leben gerufen worden, um das Verständnis zwischen den Ländern zu fördern.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti. 

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