Russlands Nationalisten fordern Verbot von Lenins Werken

Russische Nationalisten initiieren einen juristischen Prozess, dessen Ziel darin besteht, den Bolschewismus als eine extremistische politische Strömung zu verurteilen und die Werke von Wladimir Lenin als „extremistische" zu verbieten.

Das teilte Dmitri Demuschkin, einer der Spitzenvertreter der gesellschaftlichen Bewegung Russkije (Russen), am Samstag der Presse mit. Laut Demuschkin ist ein Organisationskomitee gebildet worden, das sich für die Entfernung der sterblichen Überreste Lenins aus dem Mausoleum auf dem Roten Platz einsetzen will.

Geplant sei die Bildung einer Kommission „zur Untersuchung der

Verbrechen Lenins, Trotzkis und des Bolschewismus", der angesehene russische Historiker, geistliche Würdenträger und Leiter politischer Organisationen angehören sollen, berichtet die online-Zeitung gazeta.ru. „Wir werden darauf hinarbeiten, dass die Werke Lenins als extremistisch eingestuft werden, weil sie ethnische, religiöse und soziale Fehden entfachen", so Demuschkin. Zu diesem Zweck sollen in mehreren russischen Instituten Gutachten von Werken des Führers der Oktoberrevolution bestellt werden.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.