Petersburger Gericht weist Klage gegen Madonna ab

Ein Petersburger Bezirksgericht hat Madonna vom Vorwurf der Homosexuellen-Propaganda freigesprochen.  "Die Handlungen der Beklagten haben der Institution Familie geschadet und das Recht auf soziale Ordnung verletzt. Sie haben sich an den Grundrechten vergangen. Die öffentlich geplante Aktion Madonnas diente u.a. der Senkung der Geburtenrate. Der Anklagevertreter meint, dass nach den Aufrufen Madonnas Jungen und Mädchen sich öfter der Unzucht hingeben, was die Verteidigungsfähigkeit des Landes mindert. Es wird niemanden mehr geben, der beim Militär dienen kann", wird aus der Anklageschrift zitiert.

Den Schaden bezifferten die Kläger auf 333 Mio. Rubel (8,3 Mio. Euro). Der Richter wies die Klage allerdings ab und verdonnerte stattdessen die Kläger, die Anwaltskosten der Gegenseite zu übernehmen.  

Madonna hatte sich bei ihrem Sommerkonzert in St. Petersburg solidarisch mit den Schwulen und Lesben in Russland erklärt. Der Auftritt erfolgte als Reaktion auf das im Frühjahr in Petersburg erlassene Gesetz zum Kinder- und Jugendschutz, dass "die Propaganda von Homosexualität" verbietet.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Russland Aktuell.